CVJM Denkendorf

Adventsimpulse 2020

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Weihnachten – Große Freude im Stall

Das Elend ist groß, die Freude ist größer. Das Kind ist geboren. Maria und Josef sind selig, als sie ihr erstes Kind in den Armen halten. Zu allererst sind sie Eltern und wie alle Eltern sind sie glücklich, dass sie ein gesundes Kind haben. Vergessen sind die peinlichen Blicke, als herauskam, dass das Kind nicht von Josef ihrem Verlobten ist. Vergessen sind die Mühen der beschwerlichen Anreise, das Chaos bei der Suche nach einer Unterkunft. Vergessen auch das ärmliche Umfeld des Stalles. Die Freude über die Geburt ihres besonderen Kindes wiegt das alles auf.

Die Geburt dieses Kindes wird schon Jahrhunderte zuvor angekündigt. Der Prophet Jesaja lebte ca. 700 Jahre bevor Jesus geboren wurde im Süden des heutigen Israel. Er verheißt ein Kind: „Denn uns wurde ein Kind geboren, uns wurde ein Sohn geschenkt. Auf seinen Schultern ruht die Herrschaft. Er heißt: wunderbarer Ratgeber, starker Gott, ewiger Vater, Friedensfürst.“

Ob du das glaubst oder nicht. Jesaja spricht von genau diesem Kind, das Maria und Josef dort im Stall von Bethlehem in ihren Armen halten. Gott mutet den Beiden etwas zu, um seine Zusagen zu erfüllen.

Wozu das Ganze, fragst du? Weil Gott dich sieht! Weil Gott dich liebt! Weil Gott dich in seiner Nähe haben will.

Die Hirten, die auf den Feldern von Betlehem ihre Schafe hüten, hören diese freudige Botschaft als Erste: „Heute ist der versprochene Retter […] herabgekommen auf die Erde zu den Menschen, die er erwählt hat und liebt!“ (GNB Lukas 2,11-14) Die Hirten machen sich auf und gehen nach Betlehem, um sich mit eigenen Augen ein Bild zu machen. Sie wollen wissen, ob das stimmt was sie gehört haben. Und tatsächlich: „Es war alles genauso gewesen, wie der Engel es ihnen verkündet hatte.“ (GNB Lukas 2,20b)
Gott schickt seinen Sohn, um durch ihn alles gut, um durch ihn alles heil zu machen. Auch in deinem Leben. Gott schickt seinen Sohn, um deine Beziehung zu Gott in Ordnung zu bringen.

Du kannst nicht glauben, dass dir das persönlich gilt?
Dann lass dir sagen: Gott selbst hat versprochen, dass man ihn finden kann, wenn man sich auf die Suche nach ihm macht. Weihnachten ist die beste Gelegenheit damit anzufangen.

Ich wünsche dir von Herzen die Begegnung mit dem lebendigen Gott, der uns im Kind in der Krippe den Heilmacher geschickt hat.

Ich wünsche dir, dass Weihnachten in einem besonderen Jahr zu einem besonderen Weihnachten für dich wird. Ich wünsche dir echte Weihnachtsfreude darüber, dass dein Retter geboren wurde.


Wo ist das Jesuskind?
Ich stehe vor der Krippe und bin ganz gespannt wie das Jesuskind aussieht – und da liegt niemand in der Krippe! Nur eine Licht-Kugel! Jesus ist doch eigentlich die Hauptperson! Enttäuschung macht sich breit. Babys sind immer niedlich, aber auch Jesus blieb nicht Kind, sondern wurde erwachsen. In der Bibel lesen wir von Ihm, wie Er gelebt hat, was Er gelehrt hat und wie Er mit den Menschen umgegangen ist! Er selbst redet von sich in Bildern, als der gute Hirte, der seine Schafe hütet, als der Weg, die Wahrheit und das Leben, das nur er wirklich kennt, als das Licht, und als das Brot, das uns echte Nahrung gibt. Damit will er uns klar machen, um was es geht, nämlich um unser ewiges Leben, das wir nur durch ihn erhalten, weil Er für uns am Kreuz gestorben ist.

Er will, dass wir das verstehen und annehmen als ein Geschenk. Nach Weihnachten sollen wir die Futterkrippe nicht wegpacken, sondern Jesus in unseren Alltag reinlassen mit all den Sorgen und Nöten. Jesus will in meinem und Deinem Herzen wohnen und wirken, als Hirte, als Licht, das meine Finsternis erhellt und als Wegweiser, der mein Leben führt.

Ist Jesus schon bei dir in Deinem Herzen eingezogen?


Was wäre, wenn wir Übermorgen nicht Weihnachten feiern dürften, so kurz vor dem Ziel kein Fest?

Alle Vorbereitungen und alle Vorfreuden wären umsonst gewesen! Das wäre sicher nicht die erste und auch nicht die letzte Enttäuschung in diesem Jahr.

Denken wir an Maria und Josef. Die mussten sich damals, einem Befehl der Regierung gehorchend, auf eine schwierige Reise begeben. Das war mit Sicherheit ganz und gar nicht so, wie sie es für sich geplant hatten.

Es waren unruhige Zeiten damals, eigentlich ein bisschen wie heute.

Als dann Jesus, der Sohn Gottes, auf die Welt gekommen ist, war das auch nicht so, wie es sich viele Menschen erhofft und ausgemalt hatten. Die Eltern, Maria und Josef haben sich sicher einen anderen Ort für die Geburt ihres Sohnes gewünscht. Ein Schuppen oder Stall ist nicht wirklich der passende Ort für eine Geburt. Und die Bevölkerung Israels hat in der Bedrängnis durch die römische Besatzung auf den Retter aus den politischen Schwierigkeiten gewartet. Zumindest hatten sie sich das so vorgestellt.

Auch wir werden Übermorgen das Weihnachtsfest anders feiern, als wir es uns vor Wochen noch vorgestellt haben.

Ständig ändert sich etwas, ständig müssen wir mit anderen Bedingungen klarkommen.

Gibt es denn überhaupt etwas, das über die ganze Zeit hinweg gleich geblieben ist? Eindeutig JA, und es hängt mit Weihnachten zusammen!

Jesus selbst ist über die ganze Zeit gleich geblieben: Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Hebräer 13,8

Und der Plan Gottes zur Rettung der Menschen. Er sorgt für uns. Wie das ist, haben vor uns schon viele Menschen erfahren dürfen:
Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. Johannes 12,46

Wer an Ihn glaubt, für den gilt: Freut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind. Lukas 10,20

Die Geburt von Jesus ist ein Meilenstein im Heilsplan Gottes für uns Menschen. Jesus, als Sohn Gottes auf dieser Welt, eigentlich unvorstellbar, aber wahr.

Das macht Weihnachten aus. Das dürfen wir Übermorgen feiern.


Gott war’s kalt.

Die Worte der Weihnachtsgeschichte klingen vertraut. Ich habe sie schon viele Male gehört und vielleicht ist das der Grund, warum ich ein kleines Detail bisher immer überlesen hatte.

Maria brachte ihren ersten Sohn zur Welt. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe. Lukas 2,7

Haben sie sich schonmal gefragt, warum das „in Windeln wickeln“ so betont wird? Ist das nicht irgendwie selbstverständlich? Übrigens sind mit „Windeln“ hier keine Pampers gemeint. Vielmehr hat Maria ihr Frischgeborenes so warm wie möglich in Stoff eingewickelt, denn es war sicher kalt in Bethlehem. Aber dieses kleine Detail der Geschichte macht doch deutlich, um was es an Weihnachten geht:

Gott wird Mensch!

Und er wird Mensch mit allen Konsequenzen. Frieren war dabei eins der kleineren Übel! Jesus lernte in seinem Leben alle Facetten des Menschseins kennen. Freude, Angst und Trauer, Freundschaft und Verrat, das Feiern, das Hungern und das Leiden, Schmerzen, Einsamkeit und das Sterben.

Vielleicht fragen sie sich, warum Gott diesen Weg wählte, der seinen Anfang hier im Stall nahm? Er ging diesen Weg für uns Menschen, für Sie und für mich. Durch Jesus kommt Gott uns nahe. Gott ist mit uns. Wir können ihn persönlich kennenlernen. Jesus sagte seinen Jüngern einmal (Joh. 12,45): „Wer mich sieht, der sieht den Vater.“ Die Menschwerdung Gottes war also nie eine Machtdemonstration, sondern immer ein Zeichen seiner grenzenlosen Liebe zu uns. Deshalb wählte Gott den Weg eines wehrlosen Kindes, frierend und in Windeln gewickelt.


Ein König hatte zwei Söhne. Als er alt wurde, da wollte er einen der beiden zu seinem Nachfolger bestellen. Er versammelte die Weisen seines Landes und rief seine beiden Söhne herbei. Er gab jedem der beiden fünf Silberstücke und sagte:“ Ihr sollt für dieses Geld die Halle in unserem Schloss bis zum Abend füllen. Womit, das ist eure Sache.“ Die Weisen sagten: „ Das ist eine gute Aufgabe.“

Der älteste Sohn ging davon und kam an einem Feld vorbei, wo die Arbeiter dabei waren, das Zuckerrohr zu ernten und in einer Mühle auszupressen. Das ausgepresste Zuckerrohr lag nutzlos umher. Er dachte sich: „ Das ist eine gute Gelegenheit, mit diesem nutzlosen Zeug die Halle meines Vaters zu füllen. Mit dem Aufseher der Arbeiter wurde er einig und sie schafften bis zum späten Nachmittag das ausgedroschene Zuckerrohr in die Halle. Als sie gefüllt war, ging er zu seinem Vater und sagte: „ Ich habe deine Aufgabe erfüllt. Auf meinen Bruder brauchst du nicht mehr zu warten. Mach mich zu deinem Nachfolger.“ Der Vater antwortete: „Es ist noch nicht Abend. Ich werde warten.“

Bald darauf kam auch der jüngere Sohn. Er bat darum, das ausgedroschene Zuckerrohr wieder aus der Halle zu entfernen. So geschah es. Dann stellte er mitten in die Halle eine Kerze und zündete sie an. Ihr Schein erfüllte die Halle bis in die letzte Ecke hinein.

Der Vater sagte: „Du sollt mein Nachfolger sein. Dein Bruder hat fünf Silberstücke ausgegeben, um die Halle mit nutzlosem Zeug zu füllen. Du hast nicht einmal ein Silberstück gebraucht und hast sie mit Licht erfüllt. Du hast sie mit dem gefüllt, was die Menschen brauchen.“
Märchen von den Philippinen

Jesus spricht:
Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
J
ohannes 8,12


Jesus, der Heiland der Welt!

Jedes Jahr werden weltweit rund 132.625.000 Kinder geboren. Auch wenn gewiss jedes einzelne davon ein Wunder Gottes ist, erinnern wir uns als Christen im Advent und an Weihnachten ausschließlich an die Geburt eines Kindes. An ein Kind, dass vor rund 2.000 Jahren geboren wurde. Warum eigentlich? Was macht dieses eine Kind so besonders?

Weil auf Jesus die göttliche Zusage liegt: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. (Lk 2,10+11)

1. Fürchtet euch nicht!
Das ist die Ermutigung: Gott ist bei euch, auch in unsicheren Zeiten, in Zeiten der Angst.
2. Ich verkündige euch große Freude
Das ist die Bestätigung: Gott macht alles neu, es bricht eine neue Zeit an.
3. Die allem Volk widerfahren wird
Das ist der Auftrag: Gott will, dass jeder die frohe Botschaft hört.
4. Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus
Das ist die Gewissheit und der Anspruch: Jesus, das Kind in der Krippe, ist der langerwartete Messias, derjenige der die Menschheit von ihrer Schuld erlösen wird.

Gott greift in die Weltgeschichte ein. Jesus lebte, starb und ist auferstanden. Wir leben als Christen seither in einem ständigen Advent. Wir leben in der Erwartung, dass er wiederkommt, so wie Jesus es in der Offenbarung im Schlusskapitel sagte: Ja, ich komme bald. Und der Apostel Johannes darauf antwortete: Amen, ja , komm, Herr Jesus! Gott bei uns und wir bei Gott! Heilig – Herrlich – Ewig!

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit; es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Rat.“ (EG 1)

Dass das doch nicht nur an Weihnachten gilt, sondern tatsächlich zur lebenslänglichen Wirklichkeit in jedem Einzelnen von uns wird. Jesus kommt in eine kranke Welt. Sie braucht ihn mehr als je zuvor. Er will, kann und darf uns nahe sein: Jesus, der Heiland der Welt!


Verzicht

Beim diesjährigen Weihnachtsfest müssen wir Verzicht üben. So manche Familientradition wird gebrochen. Menschen, die sich vielleicht schon seit Jahrzehnten treffen, können dies in 2020 nicht im gewohnten Stil. Sofern Weihnachtsgottesdienste überhaupt stattfinden können, dürfen die lieb gewordenen Weihnachtslieder nicht gesungen werden. Wer gerne in der Adventszeit durch einen Weihnachtsmarkt schlendert oder mit Freunden einen gemütlichen Abend verbringt, muss dieses Jahr darauf verzichten. Der Besuch von einem Theater, dem Zirkus oder einem Restaurant und viele weitere Orte an denen wir so gerne einkehren und verweilen, all diese Einrichtungen sind geschlossen. Bestimmt gibt es auch manche, die das Bunte Feuerwerk an Neujahr vermissen werden. Diese Liste auf Verzicht an Konsum ließe sich mühelos erweitern, den wir mittlerweile als selbstverständlich in unsere Lebensgewohnheiten aufgenommen haben.

Doch dieser Verzicht, selbst wenn er angeordnet ist, hat auch gute Eigenschaften. Er durchbricht Gewohnheiten. Er gibt Denkanstöße. Er schafft einen freien Terminkalender. Und er schenkt Raum für ein besinnliches Weihnachtsfest.

Jesus selbst wurde Mensch und zeigte durch sein Leben, dass durch Verzicht alles möglich ist. Er regierte nicht aus einem Palast, umgeben von Reichtümern und Dienern. Er ging mit seinen Gefolgsleuten umher ohne festen Wohnsitz. Er wurde versorgt von Menschen vor Ort, predigte Umkehr und wurde sogar oftmals vertrieben. Sein ganzes Leben lang fügte er sich Gottes Plan. Jesus kam als Menschensohn, wie er sich selbst nannte. Der Sohn Gottes, ein Sohn aller Menschen. Darauf müssen wir nicht verzichten, das hat er uns bereits geschenkt.

Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. (Lukas 19,10)



Wenn ich jetzt auf dem Rathausplatz steh‘
und mir die Bilder recht beseh‘.
Da wird mir klar was einst geschah
und Gott kommt mir im Geist ganz nah.

So oder so ähnlich mag es ihnen/euch auch gehen, wenn sie sich aufmachen, um eine Begegnung an der Krippe zu suchen und interessante Entdeckungen zu machen. Was mir beim Anschauen auffällt möchte ich gerne erzählen.

Es gibt eine Perspektive, die die ganze Geschichte auf den Kopf stellt. Da sehe ich die Hirten aus der Denkendorfer Bank heraustreten. Die Könige kommen vom Kloster herüber oder haben sich eben in der BABA Lounge nach der Geburt des neugeborenen Königskindes erkundigt? Solche Begegnungen hatte ich an der Krippe. Auf welche Gedanken kommst du/kommen Sie, wenn du/Sie dort unter dem großen Tannenbaum stehst/stehen.

Und dann höre ich die laute Stimme des Engels, der den Hirten und uns zuruft: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr…“ Lukas 2, 11
Diesem Engel, dem Boten Gottes, möchte ich es gleich tun und allen sagen: EUCH IST HEUTE DER HEILAND GEBOREN!
Egal wo du her kommst oder wo du hingehst: „Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen“. Titus 2, 11

Gesegnete Begegnungen an der Krippe


Eine ganz eigenartige Advents -und Weihnachtszeit erleben wir in diesem Jahr: Der Schatten der Corona- Pandemie liegt über uns allen wie ein Damokles – Schwert.

Doch immer wieder erlebe ich staunend, wie Gott mich tröstet – wie zum Beispiel neulich durch Worte aus dem 8. Kapitel des Römerbriefs aus der Bibel: „Ich bin aber davon überzeugt, dass unsere jetzigen Leiden bedeutungslos sind im Vergleich zu der Herrlichkeit, die er uns später schenken wird. Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf jenen Tag, an dem Gott offenbar machen wird, wer wirklich zu seinen Kindern gehört.“
(Übersetzung: Neues Leben. Die Bibel)

Gehören wir schon zu seinen Kindern?

Wir alle sind eingeladen von Herzen einzustimmen in den fünften Vers des bekannten Adventsliedes „Macht hoch die Tür…“. Gedichtet in der schweren Zeit des 30 jährigen Krieges.

Komm, o mein Heiland Jesu Christ,
meins Herzens Tür dir offen ist.
Ach zieh mit deiner Gnade ein;
dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heilger Geist uns führ und leit
den Weg zur ewgen Seligkeit.
Dem Namen dein, o Herr,
sei ewig Preis und Ehr.

Text: Georg Weissel (1623) 1642
Melodie: Halle 1704



Schön, die Krippe hier auf dem Rathausplatz! Aber eigentlich ganz schön ärmlich, primitiv, kalt, unsicher… So wohnte Jesus, der Gottessohn, am Beginn seines Erdenlebens. Und wo wohnt Gott heute?

Ich las kürzlich: „Ich, der Erhabene, der ewige und heilige Gott wohne in der Höhe und im Heiligtum. Doch ich wohne auch bei denen, die traurig und bedrückt sind. Ich gebe ihnen neuen Mut und neue Hoffnung.“Jesaja 57,15 nach Hoffnung für alle – Die Bibel

Gott wohnt also bei Menschen, denen es nicht gut geht. Die gibt’s auch bei uns hier. Und nicht nur wegen Corona, es gibt noch viele andere Gründe…

Gott sieht also meine Probleme. Er will zu mir kommen und mir beistehen. Wenn das so einfach wäre… Gott erwartet in der Tat auch etwas von mir: Ich muss runter von meinem hohen Ross und zugeben, dass ich nicht alles im Griff habe. Ich muss Vertrauen investieren. Das ist aber gar nicht so einfach. Jedoch es lohnt sich. Er lenkt meinen Blick auf das, was gut ist, wofür ich dankbar sein kann…
Er gebraucht Menschen, die mir gut tun… Ich bekomme neuen Mut, neue Kraft, erfahre Geborgenheit… Und er gebraucht mich, um anderen Gutes zu tun…

Das ist für mich Advent, der länger dauert als die Adventszeit: Ich erwarte, dass Gott zu mir kommt. In mein Unvermögen, meine Unsicherheit, Angst… Ich vertraue darauf, dass er handelt. Ich freue mich, dass ich sein „Handlanger“ sein darf.

Gott wohnt bei denen, die IHM alles zutrauen.


Ausgerechnet Bethlehem

Jesu Geburt fand in Bethlehem statt: Weniger als 1000 Einwohner, in hügeliger Landschaft, neun Kilometer südlich von Jerusalem gelegen, ein unbedeutendes Dorf.

In der Bibel wurde schon vor langer Zeit darauf hingewiesen. Gott sagt: „Aber du, Betlehem-Efrata, bist zwar klein unter den Sippen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll. Seine Ursprünge liegen in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen.“Micha 5,1 nach der Einheitsübersetzung – Die Bibel

In diesem kleinen Dorf kommt Jesus, der Sohn Gottes zur Welt, nicht in einem Palast, sondern in einem Unterschlupf für Tiere. Ist das nicht erstaunlich, dass Gott ausgerechnet im kleinen Bethlehem seinen Sohn zur Welt kommen ließ.

Wie wären die Hirten wohl im Palast empfangen worden, nachdem ihnen die Engel erschienen waren. Sicher wären sie gar nicht erst vorgelassen worden. Im Stall in Bethlehem standen die Türen offen für alle Menschen: Hirten, Gelehrte, alle, die sich einladen ließen.

Bei einem Besuch 2010 in Bethlehem sagte eine Einwohnerin zu mir: „Weißt du, warum Jesus in Bethlehem zur Welt kam? – Weil wir hier immer alles weitererzählen!“

Auch heute, 2020, sind wir zu Jesus eingeladen. Die Tür ist offen. Lasst uns losgehen und Gottes Sohn begegnen.Und lasst uns weitererzählen, was wir mit IHM erleben.


In der Adventszeit beginnen wir vermehrt Kerzen anzuzünden und Lichter anzumachen. Aber anstatt in dessen Schein zu relaxen, die Gedanken schweifen zu lassen, zu entspannen und zur Ruhe zu kommen, setzen wir uns immer weiter unter Leistungsdruck: Was müssen wir bis Weihnachten noch alles erledigen? Wieviel muss gebacken werden? Welche Geschenke müssen noch besorgt werden und welche Corona Regeln werden an Weihnachten überhaupt herrschen?

Wir hetzten durch die Gegend und fragen uns, wie wir das alles bewältigt bekommen und uns gleichzeitig auf Weihnachten innerlich einstimmen können.

Vielleicht, indem wir uns auf dieses Licht einmal einlassen. Dieser Schein des Lichtes will uns zeigen, dass wir uns mehr mit unserem Herzen als mit unserem Geldbeutel beschäftigen sollten und uns auf die Menschen einlassen, die uns Nahe stehen, gerade in dieser schwierigen Zeit. Vielleicht ist ein kleiner Besuch oder ein lieber Brief für den wir uns Zeit nehmen, mehr wert, als ein teures Geschenk oder eine schnelle Nachricht per Smartphone.

„Mache dich auf, werde Licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! (Jesaja 60,1)


Harre auf den HERRN! Sei stark, und dein Herz fasse Mut, und harre auf den HERRN!“ – Psalm 27, 14

Die Adventszeit ist eine Zeit des Wartens, das hören wir jedes Jahr aufs Neue wieder. Aber dieses Jahr fühlt es sich so an als wäre es noch echter als sonst. Wegen Corona warten wir schon das ganze Jahr über auf vieles. Wir warten auf eventuelle Testergebnisse, darauf das Restaurants und Läden wieder öffnen und wir warten darauf, dass diese ganze Pandemie endlich ein Ende findet. Dieses Warten kann uns ganz schön stressen und ausgelaugt machen. Wir wünschen uns, dass die Dinge einfach wieder wie zuvor laufen. Wir wollen Weihnachten gemeinsam mit unseren Liebsten feiern und uns nicht auf eine Personenanzahl beschränken müssen. Aber da genau das dieses Jahr nicht möglich ist kann ich mir vorstellen, dass viele frustriert und traurig oder vielleicht sogar einsam sind. Vielleicht macht es uns auch wütend. Auf jeden Fall ist unser Herz sehr betroffen davon, was uns mut- und kraftlos zurücklässt. Was bleibt denn da noch?

In all dieser Warterei bleibt eines sicher und beständig: die Bedeutung von Weihnachten! Wir bereiten uns auf das Kommen des Messias vor. Jesus Christus, der vor 2000 Jahren auf diese Welt kam, als Mensch und Gott zugleich um sein Leben für uns zu geben! An Weihnachten erinnern wir uns an diese Hoffnung auf einen Retter. Und nicht nur in der Vergangenheit, wir dürfen auch darauf hoffen, dass er wiederkommt. Das ist unsere Hoffnung und die kann uns selbst Corona nicht nehmen! Deshalb wollte ich den oben genannten Vers teilen. Er hilft uns, unseren Blick auf Gott zu fixieren, egal in welcher Lebenslage. Er hilft unserem Herz neuen Mut zu fassen und mit neuer Hoffnung in die Zukunft zu blicken. Ich hoffe er ermutigt Sie ebenfalls in dieser Adventszeit!


Infektionsschutz

Weihnachten ist hochaktuell. Ein Infektionsschutz mitten in der Corona-Krise. Weihnachten schützt nicht vor dem Virus selbst. Aber es schützt vor falschen Meinungen, die um sich greifen.

Eine der großen Fragen lautet gerade: Wen müssen wir schützen? Wer ist wichtig? Und was ist es uns wert, Menschen vor Gefahr zu schützen? Schwierige Fragen! Manchmal bekommen Diskussionen zu Corona-Maßnahmen einen bedenklichen Zungenschlag. Etwa wenn es heißt, an Corona stürben doch “nur” Ältere. Oder “nur” Menschen mit Vorerkrankungen. Was soll das heißen? Ist es nicht so schlimm, wenn “nur” diese Menschen sterben? Ist ihr Leben weniger wichtig, weniger wertvoll als das der anderen? Es ist erschreckend, wie schnell solche Gedanken um sich greifen. Offenbar besteht auch hier Ansteckungsgefahr.

Die Weihnachtsgeschichte könnte ein Gegenmittel sein. Ein Impfstoff sozusagen. Das Kind in der Krippe ist Gottes Botschaft an uns: “Ihr seid mir wichtig. Jeder Mensch ist mir wichtig. So wichtig, dass ich selbst Mensch geworden bin.” Ein Liedvers von Siegfried Goes bringt es auf den Punkt:

In unser armes Leben,
das wir so oft veracht’,
hast du dich ganz gegeben
und hast es wert gemacht.

Das menschliche Leben, jedes menschliche Leben ist wichtig. Wenn Gott unser armes Leben auf sich genommen hat, dürfen wir es nicht verachten. Unser eigenes nicht und auch das der anderen nicht. Wer sich mit Gottes Liebe zu den Menschen impfen lässt, wird immun gegen menschenverachtende Gedanken.


KOPF HOCH
„Kopf hoch“ – in der Not, in Resignation und Verzweiflung meistens kein mutmachender Trost und Zuspruch. Eher eine etwas peinliche Alltagsfloskel. Wenn wir es wörtlich nehmen können wir es aber durchaus auch als adventlichen Aufruf betrachten. Schaut auf, schaut auf den der kommt, auf den Heiland und Erlöser.

Im Advent bereiten wir uns auf die Ankunft von Jesus vor. Und an Weihnachten schliesslich feiern wir seine Geburt. Allerdings wäre es fatal und zu wenig, wenn wir uns nur in dieser Zeit an die Geburt in der Krippe vor über 2000 Jahren erinnern. ER ist jetzt da, immer, an 365 Tagen im Jahr, ER ist erlebbar, ER versöhnt uns mit Gott. Deshalb wird ER auch der HEILAND genannt. Bei vielen Menschen, vielleicht auch bei uns/dir, ist manches im Leben zerbrochen und kaputt gegangen. Gerade im Advent und an Weihnachten wird das schmerzlich wahrgenommen.

Umso mehr dürfen wir begreifen welches Geschenk Gott uns an Weihnachten macht. Jesus kommt in die Welt und bringt das Heil. ER kann das heilen was zerbrochen ist. Die Engel in der Weihnachtsgeschichte haben nicht nur den Hirten zugerufen sondern auch uns ganz persönlich gemeint: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch grosse Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr.“
Deshalb gilt gerade in diesen Tagen und jedem/jeder von uns:

Kopf hoch

Stress? Hektik!?
Mit Corona fällt Weihnachten dieses Jahr aus…?!?

Jahresabschluss, Inventur, Geschenke besorgen, Karten verschicken, Gutsla backen und alles schön schmücken und dann auch noch Corona – da kommt so gar keine Weihnachtsstimmung auf – von wegen Ruhe und Besinnlichkeit…

Dann geht’s Dir genauso, wie Maria und Josef. Sie hatten sich sicher auch vieles ganz anders vorgestellt – waren frisch verlobt und plötzlich war Maria schwanger – von einem anderen! Von einem ganz anderen… Gott selbst sollte der Vater sein und das Kind der Retter der Welt – damals war Patchwork noch nicht so normal wie heute!

Und als ob es nicht schon genug wäre, mussten sie auch noch zur Volkszählung nach Bethlehem – hochschwanger einen mehrtägigen Marsch – NEIN DANKE!

Und die Geburt in dem Stall, Jesus in der Futterkrippe, das war ungemütlich, schmutzig und ganz und gar nicht romantisch.

Aber Gott war sich nicht zu schade, seinen einzigen geliebten Sohn in diese verrückte Welt zu schicken, um uns zu retten,

WEIL ER DICH LIEBT!
Er kennt auch Deine Situation, Deine Sorgen und Nöte, Deine Zweifel.
Er hat Dich geschaffen und möchte eine Beziehung mit Dir!
Öffnest Du ihm die Herzenstür?
Er ist nur ein Gebet weit von Dir entfernt…

Jesaja 43 Vers 1: „Und nun spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob und der Dich gemacht hat, Israel: FÜRCHTE DICH NICHT, denn ich habe Dich erlöst! Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du bist mein!“

Verheißung
Eine Verheißung ist ein Versprechen – und das Gegenstück zum Plan. Jedes menschliche Leben beginnt mit beidem. Während der Plan schon im Erbgut angelegt ist, möchte die göttliche Zusage unser täglicher Zuspruch sein: „Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du bist mein.“ Diese Verheißung gibt unserem Leben Sinn, bevor wir selbst etwas begonnen haben. Man kann auch ohne Verheißung leben, aber nicht ohne Versprechen. Denn Versprechen, ob ausgesprochen oder nicht, gestaltet unsere Beziehungen, geben unserem Leben Verbindlichkeit. Mit Versprechen machen wir uns für uns selbst berechenbar. Nur wer etwas verspricht, kann sich selbst treu bleiben. Versprechen geben uns Orientierung, so wie auch bei Maria, als der Engel sagte: Fürchte Dich nicht Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, Du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Gott verspricht uns, dass wir uns nicht fürchten müssen, denn wir gehören Ihm. Was für eine großartige Verheißung – was für ein Versprechen“


Was für eine Enttäuschung!

Die Gäste saßen schon am Tisch, aber die Weihnachtsgans war noch nicht fertig weil der Ofen streikte. Das erhoffte Geschenk lag nicht unterm Christbaum, weshalb das Kind sich in seinem Zimmer einschloss. Aus dem Vorweihnachtsstress entlud sich der Streit, musikalisch untermalt von Sinatra´s Hits.

Es sollte doch das Fest der Liebe, Harmonie und des Friedens sein. Aber dann das!

Nicht alles muss schiefgehen um an Weihnachten enttäuscht zu werden. Manchmal sind schlicht die Erwartungen zu hoch, um in Erfüllung gehen zu können.

Was kann man erwarten, wenn der höchste König, der Herrscher aller Herrscher einen Sohn bekommt? Diesen einen Sohn, der später vom höchsten Thron die Welt regieren soll?

Eine sorgfältige Geburtsvorbereitung, ein prachtvolles Kinderzimmer, Diener die sich um alles kümmern. Dann ein rauschendes Freudenfest zu dem alle mit Rang und Namen geladen sind, oder nicht?

Wir wissen, die Weihnachtsgeschichte wird völlig anders erzählt.

Der König der Könige wurde als uneheliches Kind zwischen den Hinterlassenschaften des Viehs in einem Stall geboren. Anderswo war die fremde Familie nicht willkommen. Als erste Gratulanten kamen wenig angesehene und wohl nicht nach Rosen duftende Hirten.

Wie bitte? Das ist doch enttäuschend!

Oder ist es das, was Weihnachten gerade so besonders macht?

Gott sind manchmal andere Dinge wichtig als uns. Auf schönen Schein legt er keinen Wert. Es geht um mehr bei diesem unscheinbaren Ereignis damals in Bethlehem: Jesus kommt als Retter in die Welt. Dagegen verblasst alles andere.

„Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.“ Johannes 3,16


Ein Baby in der Futterkrippe in einem Viehstall? Das verstößt doch gegen alle Regeln der Hygiene!

Maria und Joseph hatten auf ihrer Reise kein Quartier gefunden, so muss das Kind Jesus in einem Stall geboren werden. In Umständen, die eigentlich völlig unpassend für den Sohn Gottes waren. Allen äußeren Bedingungen zum Trotz hat Gott trotz der Einschränkungen daran festgehalten, seinen Sohn Jesus Christus zu uns auf die Erde zu schicken.

Das zeigt uns, dass auch in den aktuellen Einschränkungen Gott ganz nah bei uns sein möchte. Jesus kommt uns ganz nah, so wie damals im Stall von Bethlehem den Hirten und allen Menschen, die auf der Suche nach dem Licht der Welt waren.

Die Krippe steht hier im Zentrum von Denkendorf, da, wo jeder hinkommen kann, der dies selbst sehen will. Das Kind in der Krippe ist auch das Zentrum der Weihnachtsgeschichte, die in der Bibel berichtet wird. Jesus will auch das Zentrum im persönlichen Leben jedes Denkendorfers sein. Jeder, der sich nach Nähe sehnt und Frieden im Herzen haben möchte, kann Gott ganz persönlich begegnen.

Gott kommt uns entgegen, indem er Jesus zu uns schickt, jetzt können wir zu ihm kommen, weil er in greifbarer Nähe ist.


„Hoffnungslicht“
Gerade leben wir in einer Jahreszeit mit viel Dunkelheit und wir merken, wie sehr wir das Licht zum Leben brauchen. Aber nicht nur um uns herum nimmt die Dunkelheit zu, sondern öfters mal ist es auch in uns Menschen finster. Sorgen um unsere Lieben oder um die Zukunft überhaupt, Krankheitsnöte, finanzielle Probleme, Existenzängste und Vieles mehr verdunkeln unseren Blick und machen unsere Herzen schwer. Wie schön ist es doch, dass jetzt trotz allem, was uns beschwert, die Adventszeit begonnen hat. Die vielen hell erleuchteten Häuser und Gärten erinnern uns daran, dass Jesus als das Licht der Welt in unsere finstere Welt gekommen ist. Auch damals, vor über 2.000 Jahren, hatten es die Menschen nicht leicht; sie stöhnten unter der Herrschaft der Römer und das Leben war hart. Die Juden sehnten sich nach dem versprochenen Retter, dem Messias, dem Heiland und mussten lange auf ihn warten. Und dann kam er so ganz anders als erwartet – nicht in göttlicher Macht und Herrlichkeit, sondern als hilfloses Baby! Der große Gott, der die ganze Welt geschaffen hat, macht sich aus Liebe zu dir und mir so klein, um als Mensch auf dieser Erde zu leben! Was für ein Wunder und welch riesiges Geschenk! Jesus lebt auch heute und schenkt uns Hoffnung! Es wird hell in uns, wenn wir Ihm unser Leben anvertrauen!

„DAS LICHT scheint in der Dunkelheit. Für alle, die Sehnsucht haben. Niemand kann es mehr auslöschen. Es leuchtet und schenkt neuen Mut. In der Not, der Angst, der Traurigkeit, gegen Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Jesus ist da. Licht der Welt. Unser Retter.“
nach Johannes 1, 4-16


Ich bin dann mal weg.
„Ich bin dann mal weg!“ So heißt ein Buch und der gleichnamige Film von Hape Kerkeling, in dem er seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg schildert.
Geht es uns jetzt nicht genau so, dass wir am liebsten sagen würden, ich bin dann mal weg? Weg aus all dem Alltag, Stress und vor allem der Corona-Pandemie!
Das wäre für uns Menschen angenehm. Flucht, einfach mal weg.
Aber ist der Weg fort tatsächlich der beste Weg zu sich selbst, um sich zu finden und zu sammeln, um anzukommen?
Advent heißt Ankunft. Eigentlich Adventus Domini: Die Ankunft Gottes. Aber stell dir vor, Gott kommt zu dir und du bist nicht da.
Der Anfang ist Gottes Ankunft – der Advent. Damit beginnt jede Geschichte mit Gott: Gott kommt. Aber wieso kommt er überhaupt und wie genau darf ich mir das vorstellen?
Sein Kommen beginnt mit einer Zusage: „Sei getrost, fürchte dich nicht!“ So sagt es der Engel zu Maria. Auch wir sollen keine Angst haben und hoffnungsvoll sein.
Furcht ist menschlich. Wir leben in einer entzweiten Welt. Wir sind durch einen Mangel an Frieden geprägt. Corona zeigt dies wie in einem Brennglas.
Darum kommt ER zu UNS. Daher MUSS er zu uns kommen.
In Jesus haben sich zwei wiedergefunden: Gott und Mensch.
Gott und Mensch haben sich vereint. Jesus Christus ist nicht zerrissen. Er ist im Lot. Er zeigt uns, wie Frieden geht.
Das heißt: Wenn Gott zu uns kommt, dann kommt Klarheit in unser Leben zurück. Das Entwurzelte wird neu eingepflanzt. Frieden kann in den Raum der Angst vordringen und uns Ruhe schenken. Daher wünsche ich dir heute: „Sei getrost, fürchte dich nicht!“


Der Besuch kommt!
Kennt Ihr das? Ein Besuch ist angekündigt. Siedend heiß geht einem durch den Kopf, was noch alles getan werden muss, damit der Besuch sich auch wohlfühlt. Also wird schnell das Wohnzimmer gesaugt, das Klo geputzt und die Wäsche verstaut. Eventuell noch etwas gekocht oder ein paar Süßigkeiten bereitgestellt. Ist alles kurz vor knapp fertig, ist die Erleichterung groß und die Freude setzt ein. Jetzt kann der Besuch wirklich kommen.

Manchmal ist ein angekündigter Besuch auch ein willkommener Anlass, um sich mal wieder aufzuraffen, dass Haus zu putzen und alles in Ordnung zu bringen. Wie sieht es bei Dir aus, wenn gerade keine Besuche möglich sind? Lässt Du es eher schleifen?

Doch halt. Der Advent hat begonnen. Advent bedeutet „Ankunft“. Als Christen gedenken wir in der Adventszeit an die Geburt von Jesus Christus, an seine Ankunft auf der Erde.

Auch wenn wir uns darauf vorbereiten sollen, gibt es einen entscheidenden Unterschied zu den sonstigen Besuchen von Menschen. Wenn Jesus Christus in Dein Leben kommt, dann brauchst Du nicht vorher Dein Innerstes aufzuräumen und Dich in Deinem besten Licht zu präsentieren. Im Gegenteil! Er will gerade in Dein Chaos und in das Unaufgeräumte Deines Lebens hinein. Er bietet Dir an mit Dir aufzuräumen.
Auf diese Ankunft kannst Du Dich wirklich freuen.


Stern
Leuchtet hell
Zeigt den Weg
Zu Liebe und Frieden
Jesus

Stern
Wer schaut nicht immer wieder fasziniert in den Sternenhimmel? Ein beeindruckendes Schauspiel in der Nacht.

Leuchtet hell
Das helle Sternenlicht, das wir auf der Erde sehen, ist vielleicht schon vor vielen Jahren erloschen und trotzdem sehen wir es immer noch. Zeit und Ewigkeit vereint.

Zeigt den Weg
Ein besonderer Stern vor ca. 2000 Jahren wird zum Wegweiser, der uns auch heute noch zeigt, wohin es geht.

Zu Liebe und Frieden
Gottes große Liebe zu den Menschen wird sichtbar, greifbar, erfahrbar. Diese Liebe soll Frieden stiften. In uns, um uns und auf der ganzen Welt.

Jesus
Der Weg und das Ziel. Gott wird Mensch. Auf ihn warten wir auch im Advent 2020. Bist auch du auf dem Weg?

Markus 1 Vers 3: „Bereitet den Weg des Herrn!“
Vorbereitung
Wie bereite ich mich auf Weihnachten vor? Ich schmücke Lichter und den Weihnachtsbaum, backe Plätzchen, räume auf, putze, dekoriere, plane das Essen. Aber ist das wirklich alles?
Wie bereite ich mich im Herzen auf Weihnachten vor? Advent heißt Ankunft. Wie bereite ich mich auf die Ankunft des Sohnes Gottes vor?
Vorbereiten heißt, auch etwas anders machen.
Römer 2 Vers 4: „Weißt Du nicht, dass Dich Gottes Güte zur Buße leitet?“
1. Erinnere Dich an Gottes Güte
Psalm 103 Vers 2: „Lobe den Herrn meine Seele, und vergiss nicht, was ER Dir Gutes getan hat. “
Wir gewöhnen uns und haben uns schon an so vieles gewöhnt, was wir haben und bekommen haben. Wie gehen wir damit um? Sind wir dankbar?
Eine Advents-Challenge: Schreibe jeden Tag eine Sache auf, wofür Du dankbar bist!
2. Erinnere Andere an Gottes Güte
Wir sind Teil von Gottes Volk. Lass uns immer wieder Anderen helfen und Andere daran erinnern, was Gott in unserem Leben getan hat und wie ER uns seine Güte gezeigt hat.
3. Räume Hindernisse aus dem Weg
Matthäus 11 Vers 28: „Jesus sagt: Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will Euch erquicken.
Wir dürfen das in Anspruch nehmen, dass wir alles bei Jesus abladen dürfen – hast Du das heute schon gemacht?
Erquickt können wir der Ankunft befreiter entgegen sehen!

Willkommen beim CVJM Denkendorf