8. Dezember

Wider dem Leichtsinn und wider die lähmende Angst

Luther schrieb 1527 an Johann Hess, als die Pest in Wittenberg ausbrach: „Wenn Gott tödliche Seuchen schickt, will ich Gott bitten, gnädig zu sein und der Seuche zu wehren. Dann will ich das Haus räuchern und lüften, Arznei geben und nehmen, Orte meiden, wo man mich nicht braucht, damit ich nicht andere vergifte und anstecke und ihnen durch meine Nachlässigkeit eine Ursache zum Tode werde. Wenn mein Nächster mich aber braucht, so will ich weder Ort noch Person meiden, sondern frei zu ihm gehen und helfen. Siehe, das ist ein gottesfürchtiger Glaube, der nicht tollkühn und dumm und dreist ist und Gott nicht versucht.“ (Luthers Werke Band 5, Seite 334f.)

Nein, ich glaube nicht, dass Gott uns das Corona-Virus gesendet hat, aber die Worte von Martin Luther sind mir eine Richtschnur in dieser Pandemie.

Durch mein Verhalten, Kontaktbeschränkung und die Einhaltung der Maßnahmen will ich meinen Teil dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Ich freue mich an den Errungenschaften der Medizin und habe mich impfen lassen. Und gleichzeitig weiß ich, dass mich bestimmte Menschen brauchen oder es Menschen gibt, denen ich eine Hilfe in schwierigen Lebenssituationen bin.

Hier bin ich im Vertrauen auf Gott weiter gefordert. Erst recht in der Adventszeit, in der wir auf das Kommen unseres Heilandes warten.

Ein Gedanke zu „8. Dezember“

  1. Gerold Feick sagt:

    Ja die Pandemie hatt uns alle sehr getroffen an unterschiedlichen Stellen. Im Beruf/Schule/Familie/Single/Freizeit. Es erinnert mich irgendwie an das Atomkraftwerk Tschernobyl als es explodierte, und die ganze Gegend mit allen Lebewesen durch die gefährlichen atomhaltigen Strahlen verseucht wurde.Gisela Wörner meinte als ich mit ihr grade über dieses Thema sprach, das nach ihrer Meinung es wichtig sie wieder zurück zu Gott zu kommen. Das gleiche hatt ja auch wie wir wissen der verlorene Sohn gemacht, und hatt dadurch haushoch gewonnen, indem er ehrlich vor Gott und seinem Vater seine Schuld bekannte, und dadurch wieder rein vor Gott und seinem Vater war. Also ich finde das auch wir wieder dadurch gewinnen können. Und Jürgen Schade hatt ja auch vor Jahren das Thema angeschnitten Back to the roots zurück zu den Wurzeln, zu Gott selbst.

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