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16. Dezember


Eine ganz eigenartige Advents -und Weihnachtszeit erleben wir in diesem Jahr: Der Schatten der Corona- Pandemie liegt über uns allen wie ein Damokles – Schwert.

Doch immer wieder erlebe ich staunend, wie Gott mich tröstet – wie zum Beispiel neulich durch Worte aus dem 8. Kapitel des Römerbriefs aus der Bibel: „Ich bin aber davon überzeugt, dass unsere jetzigen Leiden bedeutungslos sind im Vergleich zu der Herrlichkeit, die er uns später schenken wird. Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf jenen Tag, an dem Gott offenbar machen wird, wer wirklich zu seinen Kindern gehört.“
(Übersetzung: Neues Leben. Die Bibel)

Gehören wir schon zu seinen Kindern?

Wir alle sind eingeladen von Herzen einzustimmen in den fünften Vers des bekannten Adventsliedes „Macht hoch die Tür…“. Gedichtet in der schweren Zeit des 30 jährigen Krieges.

Komm, o mein Heiland Jesu Christ,
meins Herzens Tür dir offen ist.
Ach zieh mit deiner Gnade ein;
dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heilger Geist uns führ und leit
den Weg zur ewgen Seligkeit.
Dem Namen dein, o Herr,
sei ewig Preis und Ehr.

Text: Georg Weissel (1623) 1642
Melodie: Halle 1704

15. Dezember



Schön, die Krippe hier auf dem Rathausplatz! Aber eigentlich ganz schön ärmlich, primitiv, kalt, unsicher… So wohnte Jesus, der Gottessohn, am Beginn seines Erdenlebens. Und wo wohnt Gott heute?

Ich las kürzlich: „Ich, der Erhabene, der ewige und heilige Gott wohne in der Höhe und im Heiligtum. Doch ich wohne auch bei denen, die traurig und bedrückt sind. Ich gebe ihnen neuen Mut und neue Hoffnung.“Jesaja 57,15 nach Hoffnung für alle – Die Bibel

Gott wohnt also bei Menschen, denen es nicht gut geht. Die gibt’s auch bei uns hier. Und nicht nur wegen Corona, es gibt noch viele andere Gründe…

Gott sieht also meine Probleme. Er will zu mir kommen und mir beistehen. Wenn das so einfach wäre… Gott erwartet in der Tat auch etwas von mir: Ich muss runter von meinem hohen Ross und zugeben, dass ich nicht alles im Griff habe. Ich muss Vertrauen investieren. Das ist aber gar nicht so einfach. Jedoch es lohnt sich. Er lenkt meinen Blick auf das, was gut ist, wofür ich dankbar sein kann…
Er gebraucht Menschen, die mir gut tun… Ich bekomme neuen Mut, neue Kraft, erfahre Geborgenheit… Und er gebraucht mich, um anderen Gutes zu tun…

Das ist für mich Advent, der länger dauert als die Adventszeit: Ich erwarte, dass Gott zu mir kommt. In mein Unvermögen, meine Unsicherheit, Angst… Ich vertraue darauf, dass er handelt. Ich freue mich, dass ich sein „Handlanger“ sein darf.

Gott wohnt bei denen, die IHM alles zutrauen.

14. Dezember


Ausgerechnet Bethlehem

Jesu Geburt fand in Bethlehem statt: Weniger als 1000 Einwohner, in hügeliger Landschaft, neun Kilometer südlich von Jerusalem gelegen, ein unbedeutendes Dorf.

In der Bibel wurde schon vor langer Zeit darauf hingewiesen. Gott sagt: „Aber du, Betlehem-Efrata, bist zwar klein unter den Sippen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll. Seine Ursprünge liegen in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen.“Micha 5,1 nach der Einheitsübersetzung – Die Bibel

In diesem kleinen Dorf kommt Jesus, der Sohn Gottes zur Welt, nicht in einem Palast, sondern in einem Unterschlupf für Tiere. Ist das nicht erstaunlich, dass Gott ausgerechnet im kleinen Bethlehem seinen Sohn zur Welt kommen ließ.

Wie wären die Hirten wohl im Palast empfangen worden, nachdem ihnen die Engel erschienen waren. Sicher wären sie gar nicht erst vorgelassen worden. Im Stall in Bethlehem standen die Türen offen für alle Menschen: Hirten, Gelehrte, alle, die sich einladen ließen.

Bei einem Besuch 2010 in Bethlehem sagte eine Einwohnerin zu mir: „Weißt du, warum Jesus in Bethlehem zur Welt kam? – Weil wir hier immer alles weitererzählen!“

Auch heute, 2020, sind wir zu Jesus eingeladen. Die Tür ist offen. Lasst uns losgehen und Gottes Sohn begegnen.Und lasst uns weitererzählen, was wir mit IHM erleben.

13. Dezember


In der Adventszeit beginnen wir vermehrt Kerzen anzuzünden und Lichter anzumachen. Aber anstatt in dessen Schein zu relaxen, die Gedanken schweifen zu lassen, zu entspannen und zur Ruhe zu kommen, setzen wir uns immer weiter unter Leistungsdruck: Was müssen wir bis Weihnachten noch alles erledigen? Wieviel muss gebacken werden? Welche Geschenke müssen noch besorgt werden und welche Corona Regeln werden an Weihnachten überhaupt herrschen?

Wir hetzten durch die Gegend und fragen uns, wie wir das alles bewältigt bekommen und uns gleichzeitig auf Weihnachten innerlich einstimmen können.

Vielleicht, indem wir uns auf dieses Licht einmal einlassen. Dieser Schein des Lichtes will uns zeigen, dass wir uns mehr mit unserem Herzen als mit unserem Geldbeutel beschäftigen sollten und uns auf die Menschen einlassen, die uns Nahe stehen, gerade in dieser schwierigen Zeit. Vielleicht ist ein kleiner Besuch oder ein lieber Brief für den wir uns Zeit nehmen, mehr wert, als ein teures Geschenk oder eine schnelle Nachricht per Smartphone.

„Mache dich auf, werde Licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! (Jesaja 60,1)

12. Dezember


Harre auf den HERRN! Sei stark, und dein Herz fasse Mut, und harre auf den HERRN!“ – Psalm 27, 14

Die Adventszeit ist eine Zeit des Wartens, das hören wir jedes Jahr aufs Neue wieder. Aber dieses Jahr fühlt es sich so an als wäre es noch echter als sonst. Wegen Corona warten wir schon das ganze Jahr über auf vieles. Wir warten auf eventuelle Testergebnisse, darauf das Restaurants und Läden wieder öffnen und wir warten darauf, dass diese ganze Pandemie endlich ein Ende findet. Dieses Warten kann uns ganz schön stressen und ausgelaugt machen. Wir wünschen uns, dass die Dinge einfach wieder wie zuvor laufen. Wir wollen Weihnachten gemeinsam mit unseren Liebsten feiern und uns nicht auf eine Personenanzahl beschränken müssen. Aber da genau das dieses Jahr nicht möglich ist kann ich mir vorstellen, dass viele frustriert und traurig oder vielleicht sogar einsam sind. Vielleicht macht es uns auch wütend. Auf jeden Fall ist unser Herz sehr betroffen davon, was uns mut- und kraftlos zurücklässt. Was bleibt denn da noch?

In all dieser Warterei bleibt eines sicher und beständig: die Bedeutung von Weihnachten! Wir bereiten uns auf das Kommen des Messias vor. Jesus Christus, der vor 2000 Jahren auf diese Welt kam, als Mensch und Gott zugleich um sein Leben für uns zu geben! An Weihnachten erinnern wir uns an diese Hoffnung auf einen Retter. Und nicht nur in der Vergangenheit, wir dürfen auch darauf hoffen, dass er wiederkommt. Das ist unsere Hoffnung und die kann uns selbst Corona nicht nehmen! Deshalb wollte ich den oben genannten Vers teilen. Er hilft uns, unseren Blick auf Gott zu fixieren, egal in welcher Lebenslage. Er hilft unserem Herz neuen Mut zu fassen und mit neuer Hoffnung in die Zukunft zu blicken. Ich hoffe er ermutigt Sie ebenfalls in dieser Adventszeit!

11. Dezember


Infektionsschutz

Weihnachten ist hochaktuell. Ein Infektionsschutz mitten in der Corona-Krise. Weihnachten schützt nicht vor dem Virus selbst. Aber es schützt vor falschen Meinungen, die um sich greifen.

Eine der großen Fragen lautet gerade: Wen müssen wir schützen? Wer ist wichtig? Und was ist es uns wert, Menschen vor Gefahr zu schützen? Schwierige Fragen! Manchmal bekommen Diskussionen zu Corona-Maßnahmen einen bedenklichen Zungenschlag. Etwa wenn es heißt, an Corona stürben doch “nur” Ältere. Oder “nur” Menschen mit Vorerkrankungen. Was soll das heißen? Ist es nicht so schlimm, wenn “nur” diese Menschen sterben? Ist ihr Leben weniger wichtig, weniger wertvoll als das der anderen? Es ist erschreckend, wie schnell solche Gedanken um sich greifen. Offenbar besteht auch hier Ansteckungsgefahr.

Die Weihnachtsgeschichte könnte ein Gegenmittel sein. Ein Impfstoff sozusagen. Das Kind in der Krippe ist Gottes Botschaft an uns: “Ihr seid mir wichtig. Jeder Mensch ist mir wichtig. So wichtig, dass ich selbst Mensch geworden bin.” Ein Liedvers von Siegfried Goes bringt es auf den Punkt:

In unser armes Leben,
das wir so oft veracht’,
hast du dich ganz gegeben
und hast es wert gemacht.

Das menschliche Leben, jedes menschliche Leben ist wichtig. Wenn Gott unser armes Leben auf sich genommen hat, dürfen wir es nicht verachten. Unser eigenes nicht und auch das der anderen nicht. Wer sich mit Gottes Liebe zu den Menschen impfen lässt, wird immun gegen menschenverachtende Gedanken.

10. Dezember


KOPF HOCH
„Kopf hoch“ – in der Not, in Resignation und Verzweiflung meistens kein mutmachender Trost und Zuspruch. Eher eine etwas peinliche Alltagsfloskel. Wenn wir es wörtlich nehmen können wir es aber durchaus auch als adventlichen Aufruf betrachten. Schaut auf, schaut auf den der kommt, auf den Heiland und Erlöser.

Im Advent bereiten wir uns auf die Ankunft von Jesus vor. Und an Weihnachten schliesslich feiern wir seine Geburt. Allerdings wäre es fatal und zu wenig, wenn wir uns nur in dieser Zeit an die Geburt in der Krippe vor über 2000 Jahren erinnern. ER ist jetzt da, immer, an 365 Tagen im Jahr, ER ist erlebbar, ER versöhnt uns mit Gott. Deshalb wird ER auch der HEILAND genannt. Bei vielen Menschen, vielleicht auch bei uns/dir, ist manches im Leben zerbrochen und kaputt gegangen. Gerade im Advent und an Weihnachten wird das schmerzlich wahrgenommen.

Umso mehr dürfen wir begreifen welches Geschenk Gott uns an Weihnachten macht. Jesus kommt in die Welt und bringt das Heil. ER kann das heilen was zerbrochen ist. Die Engel in der Weihnachtsgeschichte haben nicht nur den Hirten zugerufen sondern auch uns ganz persönlich gemeint: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch grosse Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr.“
Deshalb gilt gerade in diesen Tagen und jedem/jeder von uns:

Kopf hoch

9. Dezember


Stress? Hektik!?
Mit Corona fällt Weihnachten dieses Jahr aus…?!?

Jahresabschluss, Inventur, Geschenke besorgen, Karten verschicken, Gutsla backen und alles schön schmücken und dann auch noch Corona – da kommt so gar keine Weihnachtsstimmung auf – von wegen Ruhe und Besinnlichkeit…

Dann geht’s Dir genauso, wie Maria und Josef. Sie hatten sich sicher auch vieles ganz anders vorgestellt – waren frisch verlobt und plötzlich war Maria schwanger – von einem anderen! Von einem ganz anderen… Gott selbst sollte der Vater sein und das Kind der Retter der Welt – damals war Patchwork noch nicht so normal wie heute!

Und als ob es nicht schon genug wäre, mussten sie auch noch zur Volkszählung nach Bethlehem – hochschwanger einen mehrtägigen Marsch – NEIN DANKE!

Und die Geburt in dem Stall, Jesus in der Futterkrippe, das war ungemütlich, schmutzig und ganz und gar nicht romantisch.

Aber Gott war sich nicht zu schade, seinen einzigen geliebten Sohn in diese verrückte Welt zu schicken, um uns zu retten,

WEIL ER DICH LIEBT!
Er kennt auch Deine Situation, Deine Sorgen und Nöte, Deine Zweifel.
Er hat Dich geschaffen und möchte eine Beziehung mit Dir!
Öffnest Du ihm die Herzenstür?
Er ist nur ein Gebet weit von Dir entfernt…

8. Dezember


Jesaja 43 Vers 1: „Und nun spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob und der Dich gemacht hat, Israel: FÜRCHTE DICH NICHT, denn ich habe Dich erlöst! Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du bist mein!“

Verheißung
Eine Verheißung ist ein Versprechen – und das Gegenstück zum Plan. Jedes menschliche Leben beginnt mit beidem. Während der Plan schon im Erbgut angelegt ist, möchte die göttliche Zusage unser täglicher Zuspruch sein: „Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du bist mein.“ Diese Verheißung gibt unserem Leben Sinn, bevor wir selbst etwas begonnen haben. Man kann auch ohne Verheißung leben, aber nicht ohne Versprechen. Denn Versprechen, ob ausgesprochen oder nicht, gestaltet unsere Beziehungen, geben unserem Leben Verbindlichkeit. Mit Versprechen machen wir uns für uns selbst berechenbar. Nur wer etwas verspricht, kann sich selbst treu bleiben. Versprechen geben uns Orientierung, so wie auch bei Maria, als der Engel sagte: Fürchte Dich nicht Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, Du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Gott verspricht uns, dass wir uns nicht fürchten müssen, denn wir gehören Ihm. Was für eine großartige Verheißung – was für ein Versprechen“

7. Dezember


Was für eine Enttäuschung!

Die Gäste saßen schon am Tisch, aber die Weihnachtsgans war noch nicht fertig weil der Ofen streikte. Das erhoffte Geschenk lag nicht unterm Christbaum, weshalb das Kind sich in seinem Zimmer einschloss. Aus dem Vorweihnachtsstress entlud sich der Streit, musikalisch untermalt von Sinatra´s Hits.

Es sollte doch das Fest der Liebe, Harmonie und des Friedens sein. Aber dann das!

Nicht alles muss schiefgehen um an Weihnachten enttäuscht zu werden. Manchmal sind schlicht die Erwartungen zu hoch, um in Erfüllung gehen zu können.

Was kann man erwarten, wenn der höchste König, der Herrscher aller Herrscher einen Sohn bekommt? Diesen einen Sohn, der später vom höchsten Thron die Welt regieren soll?

Eine sorgfältige Geburtsvorbereitung, ein prachtvolles Kinderzimmer, Diener die sich um alles kümmern. Dann ein rauschendes Freudenfest zu dem alle mit Rang und Namen geladen sind, oder nicht?

Wir wissen, die Weihnachtsgeschichte wird völlig anders erzählt.

Der König der Könige wurde als uneheliches Kind zwischen den Hinterlassenschaften des Viehs in einem Stall geboren. Anderswo war die fremde Familie nicht willkommen. Als erste Gratulanten kamen wenig angesehene und wohl nicht nach Rosen duftende Hirten.

Wie bitte? Das ist doch enttäuschend!

Oder ist es das, was Weihnachten gerade so besonders macht?

Gott sind manchmal andere Dinge wichtig als uns. Auf schönen Schein legt er keinen Wert. Es geht um mehr bei diesem unscheinbaren Ereignis damals in Bethlehem: Jesus kommt als Retter in die Welt. Dagegen verblasst alles andere.

„Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.“ Johannes 3,16