CVJM Denkendorf

12. Dezember


Harre auf den HERRN! Sei stark, und dein Herz fasse Mut, und harre auf den HERRN!“ – Psalm 27, 14

Die Adventszeit ist eine Zeit des Wartens, das hören wir jedes Jahr aufs Neue wieder. Aber dieses Jahr fühlt es sich so an als wäre es noch echter als sonst. Wegen Corona warten wir schon das ganze Jahr über auf vieles. Wir warten auf eventuelle Testergebnisse, darauf das Restaurants und Läden wieder öffnen und wir warten darauf, dass diese ganze Pandemie endlich ein Ende findet. Dieses Warten kann uns ganz schön stressen und ausgelaugt machen. Wir wünschen uns, dass die Dinge einfach wieder wie zuvor laufen. Wir wollen Weihnachten gemeinsam mit unseren Liebsten feiern und uns nicht auf eine Personenanzahl beschränken müssen. Aber da genau das dieses Jahr nicht möglich ist kann ich mir vorstellen, dass viele frustriert und traurig oder vielleicht sogar einsam sind. Vielleicht macht es uns auch wütend. Auf jeden Fall ist unser Herz sehr betroffen davon, was uns mut- und kraftlos zurücklässt. Was bleibt denn da noch?

In all dieser Warterei bleibt eines sicher und beständig: die Bedeutung von Weihnachten! Wir bereiten uns auf das Kommen des Messias vor. Jesus Christus, der vor 2000 Jahren auf diese Welt kam, als Mensch und Gott zugleich um sein Leben für uns zu geben! An Weihnachten erinnern wir uns an diese Hoffnung auf einen Retter. Und nicht nur in der Vergangenheit, wir dürfen auch darauf hoffen, dass er wiederkommt. Das ist unsere Hoffnung und die kann uns selbst Corona nicht nehmen! Deshalb wollte ich den oben genannten Vers teilen. Er hilft uns, unseren Blick auf Gott zu fixieren, egal in welcher Lebenslage. Er hilft unserem Herz neuen Mut zu fassen und mit neuer Hoffnung in die Zukunft zu blicken. Ich hoffe er ermutigt Sie ebenfalls in dieser Adventszeit!

11. Dezember


Infektionsschutz

Weihnachten ist hochaktuell. Ein Infektionsschutz mitten in der Corona-Krise. Weihnachten schützt nicht vor dem Virus selbst. Aber es schützt vor falschen Meinungen, die um sich greifen.

Eine der großen Fragen lautet gerade: Wen müssen wir schützen? Wer ist wichtig? Und was ist es uns wert, Menschen vor Gefahr zu schützen? Schwierige Fragen! Manchmal bekommen Diskussionen zu Corona-Maßnahmen einen bedenklichen Zungenschlag. Etwa wenn es heißt, an Corona stürben doch “nur” Ältere. Oder “nur” Menschen mit Vorerkrankungen. Was soll das heißen? Ist es nicht so schlimm, wenn “nur” diese Menschen sterben? Ist ihr Leben weniger wichtig, weniger wertvoll als das der anderen? Es ist erschreckend, wie schnell solche Gedanken um sich greifen. Offenbar besteht auch hier Ansteckungsgefahr.

Die Weihnachtsgeschichte könnte ein Gegenmittel sein. Ein Impfstoff sozusagen. Das Kind in der Krippe ist Gottes Botschaft an uns: “Ihr seid mir wichtig. Jeder Mensch ist mir wichtig. So wichtig, dass ich selbst Mensch geworden bin.” Ein Liedvers von Siegfried Goes bringt es auf den Punkt:

In unser armes Leben,
das wir so oft veracht’,
hast du dich ganz gegeben
und hast es wert gemacht.

Das menschliche Leben, jedes menschliche Leben ist wichtig. Wenn Gott unser armes Leben auf sich genommen hat, dürfen wir es nicht verachten. Unser eigenes nicht und auch das der anderen nicht. Wer sich mit Gottes Liebe zu den Menschen impfen lässt, wird immun gegen menschenverachtende Gedanken.

10. Dezember


KOPF HOCH
„Kopf hoch“ – in der Not, in Resignation und Verzweiflung meistens kein mutmachender Trost und Zuspruch. Eher eine etwas peinliche Alltagsfloskel. Wenn wir es wörtlich nehmen können wir es aber durchaus auch als adventlichen Aufruf betrachten. Schaut auf, schaut auf den der kommt, auf den Heiland und Erlöser.

Im Advent bereiten wir uns auf die Ankunft von Jesus vor. Und an Weihnachten schliesslich feiern wir seine Geburt. Allerdings wäre es fatal und zu wenig, wenn wir uns nur in dieser Zeit an die Geburt in der Krippe vor über 2000 Jahren erinnern. ER ist jetzt da, immer, an 365 Tagen im Jahr, ER ist erlebbar, ER versöhnt uns mit Gott. Deshalb wird ER auch der HEILAND genannt. Bei vielen Menschen, vielleicht auch bei uns/dir, ist manches im Leben zerbrochen und kaputt gegangen. Gerade im Advent und an Weihnachten wird das schmerzlich wahrgenommen.

Umso mehr dürfen wir begreifen welches Geschenk Gott uns an Weihnachten macht. Jesus kommt in die Welt und bringt das Heil. ER kann das heilen was zerbrochen ist. Die Engel in der Weihnachtsgeschichte haben nicht nur den Hirten zugerufen sondern auch uns ganz persönlich gemeint: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch grosse Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr.“
Deshalb gilt gerade in diesen Tagen und jedem/jeder von uns:

Kopf hoch

9. Dezember


Stress? Hektik!?
Mit Corona fällt Weihnachten dieses Jahr aus…?!?

Jahresabschluss, Inventur, Geschenke besorgen, Karten verschicken, Gutsla backen und alles schön schmücken und dann auch noch Corona – da kommt so gar keine Weihnachtsstimmung auf – von wegen Ruhe und Besinnlichkeit…

Dann geht’s Dir genauso, wie Maria und Josef. Sie hatten sich sicher auch vieles ganz anders vorgestellt – waren frisch verlobt und plötzlich war Maria schwanger – von einem anderen! Von einem ganz anderen… Gott selbst sollte der Vater sein und das Kind der Retter der Welt – damals war Patchwork noch nicht so normal wie heute!

Und als ob es nicht schon genug wäre, mussten sie auch noch zur Volkszählung nach Bethlehem – hochschwanger einen mehrtägigen Marsch – NEIN DANKE!

Und die Geburt in dem Stall, Jesus in der Futterkrippe, das war ungemütlich, schmutzig und ganz und gar nicht romantisch.

Aber Gott war sich nicht zu schade, seinen einzigen geliebten Sohn in diese verrückte Welt zu schicken, um uns zu retten,

WEIL ER DICH LIEBT!
Er kennt auch Deine Situation, Deine Sorgen und Nöte, Deine Zweifel.
Er hat Dich geschaffen und möchte eine Beziehung mit Dir!
Öffnest Du ihm die Herzenstür?
Er ist nur ein Gebet weit von Dir entfernt…

8. Dezember


Jesaja 43 Vers 1: „Und nun spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob und der Dich gemacht hat, Israel: FÜRCHTE DICH NICHT, denn ich habe Dich erlöst! Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du bist mein!“

Verheißung
Eine Verheißung ist ein Versprechen – und das Gegenstück zum Plan. Jedes menschliche Leben beginnt mit beidem. Während der Plan schon im Erbgut angelegt ist, möchte die göttliche Zusage unser täglicher Zuspruch sein: „Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du bist mein.“ Diese Verheißung gibt unserem Leben Sinn, bevor wir selbst etwas begonnen haben. Man kann auch ohne Verheißung leben, aber nicht ohne Versprechen. Denn Versprechen, ob ausgesprochen oder nicht, gestaltet unsere Beziehungen, geben unserem Leben Verbindlichkeit. Mit Versprechen machen wir uns für uns selbst berechenbar. Nur wer etwas verspricht, kann sich selbst treu bleiben. Versprechen geben uns Orientierung, so wie auch bei Maria, als der Engel sagte: Fürchte Dich nicht Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, Du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Gott verspricht uns, dass wir uns nicht fürchten müssen, denn wir gehören Ihm. Was für eine großartige Verheißung – was für ein Versprechen“

7. Dezember


Was für eine Enttäuschung!

Die Gäste saßen schon am Tisch, aber die Weihnachtsgans war noch nicht fertig weil der Ofen streikte. Das erhoffte Geschenk lag nicht unterm Christbaum, weshalb das Kind sich in seinem Zimmer einschloss. Aus dem Vorweihnachtsstress entlud sich der Streit, musikalisch untermalt von Sinatra´s Hits.

Es sollte doch das Fest der Liebe, Harmonie und des Friedens sein. Aber dann das!

Nicht alles muss schiefgehen um an Weihnachten enttäuscht zu werden. Manchmal sind schlicht die Erwartungen zu hoch, um in Erfüllung gehen zu können.

Was kann man erwarten, wenn der höchste König, der Herrscher aller Herrscher einen Sohn bekommt? Diesen einen Sohn, der später vom höchsten Thron die Welt regieren soll?

Eine sorgfältige Geburtsvorbereitung, ein prachtvolles Kinderzimmer, Diener die sich um alles kümmern. Dann ein rauschendes Freudenfest zu dem alle mit Rang und Namen geladen sind, oder nicht?

Wir wissen, die Weihnachtsgeschichte wird völlig anders erzählt.

Der König der Könige wurde als uneheliches Kind zwischen den Hinterlassenschaften des Viehs in einem Stall geboren. Anderswo war die fremde Familie nicht willkommen. Als erste Gratulanten kamen wenig angesehene und wohl nicht nach Rosen duftende Hirten.

Wie bitte? Das ist doch enttäuschend!

Oder ist es das, was Weihnachten gerade so besonders macht?

Gott sind manchmal andere Dinge wichtig als uns. Auf schönen Schein legt er keinen Wert. Es geht um mehr bei diesem unscheinbaren Ereignis damals in Bethlehem: Jesus kommt als Retter in die Welt. Dagegen verblasst alles andere.

„Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.“ Johannes 3,16

6. Dezember


Ein Baby in der Futterkrippe in einem Viehstall? Das verstößt doch gegen alle Regeln der Hygiene!

Maria und Joseph hatten auf ihrer Reise kein Quartier gefunden, so muss das Kind Jesus in einem Stall geboren werden. In Umständen, die eigentlich völlig unpassend für den Sohn Gottes waren. Allen äußeren Bedingungen zum Trotz hat Gott trotz der Einschränkungen daran festgehalten, seinen Sohn Jesus Christus zu uns auf die Erde zu schicken.

Das zeigt uns, dass auch in den aktuellen Einschränkungen Gott ganz nah bei uns sein möchte. Jesus kommt uns ganz nah, so wie damals im Stall von Bethlehem den Hirten und allen Menschen, die auf der Suche nach dem Licht der Welt waren.

Die Krippe steht hier im Zentrum von Denkendorf, da, wo jeder hinkommen kann, der dies selbst sehen will. Das Kind in der Krippe ist auch das Zentrum der Weihnachtsgeschichte, die in der Bibel berichtet wird. Jesus will auch das Zentrum im persönlichen Leben jedes Denkendorfers sein. Jeder, der sich nach Nähe sehnt und Frieden im Herzen haben möchte, kann Gott ganz persönlich begegnen.

Gott kommt uns entgegen, indem er Jesus zu uns schickt, jetzt können wir zu ihm kommen, weil er in greifbarer Nähe ist.

5. Dezember


„Hoffnungslicht“
Gerade leben wir in einer Jahreszeit mit viel Dunkelheit und wir merken, wie sehr wir das Licht zum Leben brauchen. Aber nicht nur um uns herum nimmt die Dunkelheit zu, sondern öfters mal ist es auch in uns Menschen finster. Sorgen um unsere Lieben oder um die Zukunft überhaupt, Krankheitsnöte, finanzielle Probleme, Existenzängste und Vieles mehr verdunkeln unseren Blick und machen unsere Herzen schwer. Wie schön ist es doch, dass jetzt trotz allem, was uns beschwert, die Adventszeit begonnen hat. Die vielen hell erleuchteten Häuser und Gärten erinnern uns daran, dass Jesus als das Licht der Welt in unsere finstere Welt gekommen ist. Auch damals, vor über 2.000 Jahren, hatten es die Menschen nicht leicht; sie stöhnten unter der Herrschaft der Römer und das Leben war hart. Die Juden sehnten sich nach dem versprochenen Retter, dem Messias, dem Heiland und mussten lange auf ihn warten. Und dann kam er so ganz anders als erwartet – nicht in göttlicher Macht und Herrlichkeit, sondern als hilfloses Baby! Der große Gott, der die ganze Welt geschaffen hat, macht sich aus Liebe zu dir und mir so klein, um als Mensch auf dieser Erde zu leben! Was für ein Wunder und welch riesiges Geschenk! Jesus lebt auch heute und schenkt uns Hoffnung! Es wird hell in uns, wenn wir Ihm unser Leben anvertrauen!

„DAS LICHT scheint in der Dunkelheit. Für alle, die Sehnsucht haben. Niemand kann es mehr auslöschen. Es leuchtet und schenkt neuen Mut. In der Not, der Angst, der Traurigkeit, gegen Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Jesus ist da. Licht der Welt. Unser Retter.“
nach Johannes 1, 4-16

U-Turn am 12.12.

Hellloooo!! 🤩🤩Wir freuen uns, euch mitzuteilen, dass am 12.12. der letzte U-Turn des Jahres stattfindet!! Um uns alle am 12. bestmöglichst zu schützen, findet der Gottesdienst im Freien – ab 19.30 Uhr auf dem Plätzle beim CVJM Heim statt. Also: bitte packt euch warm ein 🧦🧣🧤 Sollte es regnen, findet der U-Turn in der Klosterkirche statt. Bitte beachtet Folgendes: Es besteht während des gesamten U-Turns Maskenpflicht. 😷 Die Abstandsregeln müssen eingehalten werden. Bitte meldet euch vorher unter
https://u-turn.cvjm-denkendorf.de/u-turn-anmeldung/
an.
Wir freuen uns auf euch! Es wird super! 🙌🏼

4. Dezember


Ich bin dann mal weg.
„Ich bin dann mal weg!“ So heißt ein Buch und der gleichnamige Film von Hape Kerkeling, in dem er seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg schildert.
Geht es uns jetzt nicht genau so, dass wir am liebsten sagen würden, ich bin dann mal weg? Weg aus all dem Alltag, Stress und vor allem der Corona-Pandemie!
Das wäre für uns Menschen angenehm. Flucht, einfach mal weg.
Aber ist der Weg fort tatsächlich der beste Weg zu sich selbst, um sich zu finden und zu sammeln, um anzukommen?
Advent heißt Ankunft. Eigentlich Adventus Domini: Die Ankunft Gottes. Aber stell dir vor, Gott kommt zu dir und du bist nicht da.
Der Anfang ist Gottes Ankunft – der Advent. Damit beginnt jede Geschichte mit Gott: Gott kommt. Aber wieso kommt er überhaupt und wie genau darf ich mir das vorstellen?
Sein Kommen beginnt mit einer Zusage: „Sei getrost, fürchte dich nicht!“ So sagt es der Engel zu Maria. Auch wir sollen keine Angst haben und hoffnungsvoll sein.
Furcht ist menschlich. Wir leben in einer entzweiten Welt. Wir sind durch einen Mangel an Frieden geprägt. Corona zeigt dies wie in einem Brennglas.
Darum kommt ER zu UNS. Daher MUSS er zu uns kommen.
In Jesus haben sich zwei wiedergefunden: Gott und Mensch.
Gott und Mensch haben sich vereint. Jesus Christus ist nicht zerrissen. Er ist im Lot. Er zeigt uns, wie Frieden geht.
Das heißt: Wenn Gott zu uns kommt, dann kommt Klarheit in unser Leben zurück. Das Entwurzelte wird neu eingepflanzt. Frieden kann in den Raum der Angst vordringen und uns Ruhe schenken. Daher wünsche ich dir heute: „Sei getrost, fürchte dich nicht!“

Willkommen beim CVJM Denkendorf