HANDELT GOTT VON OBEN HERAB?
In der Weihnachtsbotschaft wird unser Blick oft nach oben gerichtet. Engel, ein besonderer Stern, „vom Himmel hoch“, und, und, und. Handelt Gott eigentlich von oben herab? Er thront im Himmel, schaut auf die Erde und weiß: das mit den Menschen geht schief. Deshalb wurde er schon vor langer Zeit aktiv. Vielleicht hilft uns die folgende Geschichte, um seine Methode zu verstehen.
In Texas fiel 1987 ein Kleinkind namens Jessica McClure in ein 20 Zentimeter breites Bohrloch für einen Brunnen. Sie blieb etwa sieben Meter unter der Erde stecken. Als die Leute entdeckten, dass das Kind im Brunnen war, ergriffen sie sofort Maßnahmen. Sie sagten dem Kind nicht, sie solle einen Weg finden, wieder hochzuklettern. Sie riefen nicht nur schöne Gedanken in den Schacht, um sie zu ermutigen. „Du schaffst das schon, Jessica!“ Nein, sie seilten sich mithilfe eines Parallelschachts zu ihr nach unten und holten sie aus dem Loch. Sie haben alles getan was nötig war. Die Retter arbeiteten 58 Stunden ohne Unterbrechung um sie zu befreien.
Ähnlich wie das Mädchen ist auch die Menschheit gefallen, in die Dunkelheit und den Tod der Sünde. Und was hat Gott getan? Er sagte uns nicht, wir sollten uns unseren eigenen Weg aus dem Chaos bahnen, in dem wir uns befinden. Er hat uns mehr als nur ermutigende Sprüche vom Himmel herabgeschickt. Nein, er selbst kam zu uns und holte uns dort ab, wo wir feststeckten. Darum geht es bei Weihnachten – Gott kam zur Welt und tat alles, um uns vor dem sicheren Tod zu retten. Anstatt uns „von oben herab“ zu beobachten, startete er eine riesige Rettungsaktion, die immer noch am Laufen ist.
„Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe“ (Johannes 3,16)
Doch nur wer merkt, dass er sich in einem aussichtslosen Zustand befindet und Gottes Hilfe benötigt, kann sie auch annehmen.
