Die Freude des Advent
In den dunklen und kalten Tagen des Jahres spüren wir, wie sehr wir uns nach Wärme und Geborgenheit sehnen. Manche Menschen kämpfen mit Niedergeschlagenheit und Depressionen. Umso mehr wird deutlich, was für ein Geschenk die Freude ist!
Freude kann man nicht machen. Man kann sie nicht herstellen. Sie ist kein Produkt. Freude stellt sich ein. Auf einmal ist sie da, ein unverhofftes Geschenk. Menschen, denen die Freude in ihrem Leben abhandengekommen ist, wissen das nur allzu gut. Wie gerne würden sie sich freuen. Aber sie merken: ihr Herz bleibt reglos und dumpf und sie können von dieser Freude (noch) nichts spüren.
Freude ist ein Geschenk des Himmels. Und der Advent ist die Zeit, in der Gott uns auf seine Freude vorbereiten möchte: damit wir uns wieder von ganzem Herzen freuen können! Diese Freude ist das größte Wunder! Dabei ist alles eigentlich so unspektakulär. Da ist ein Stall in der Nähe von Bethlehem. Dort wohnen ein Ochse und ein Esel. In der Mitte eine Futterkrippe. Dort suchen ein Mann und seine hochschwangere Frau Zuflucht, weil sie unter den Menschen keine Herberge finden konnten. In dieser Nacht wird das Kind geboren und in Windeln in die Krippe gelegt. Das ist nicht nur ein Notbehelf. In diese Krippe legt Gott seine ganze Freude! Die Engel verkünden es: „Siehe, ich verkündige euch eine große Freude! Denn euch ist heute der Heiland geboren!“
Gott hat seine ganze Freude in diese alte, schäbige Futterkrippe gelegt. Was für ein Geschenk. Die Dunkelheit wird von Licht erhellt, die Kälte von Wärme durchdrungen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden!“
Bis heute gießt Gottes Geist die weihnachtliche Freude in unsere Herzen. Er schenkt Wärme, Frieden und Geborgenheit in der dunklen, kalten und friedlosen Welt. Mit seiner Freude will er alle beglücken. Er will jedes Herz zur Krippe machen und seine Freude dahinein legen.
Vielleicht können Sie heute noch keine Freude spüren. Dann halten Sie Ihr Herz Gott hin, damit er es anrühre. Auch wenn Sie davon vielleicht noch nichts spüren: Er wird es tun! Vielleicht ist die Freude zunächst noch sehr zaghaft da wie ein kleines schutzloses Pflänzchen. Es mag sein, dass Sie noch nichts davon spüren. Aber die Freude ist da wie ein kleines Saatkorn, das in Ihrem Herzen Wurzeln schlagen möchte. Seien Sie unbesorgt! Das Korn wird keimen, wachsen und groß werden. In der Adventszeit möchte die Freude in Ihnen wachsen und Ihnen den Weg zur Krippe weisen.
