
Die Kerze strahlt ein warmes Licht in die
Dunkelheit. Ihr Licht erhellt die Umgebung und zieht unsren Blick auf sich. Dunkelheit empfindet man oft als unangenehm. Man sieht nicht was vor einem ist, oder was da gerade auf einen zukommt.
Dunkelheit hat etwas bedrohliches an sich. Wie schön ist es, wenn man aus der Dunkelheit heraus zum Licht kommt. Es gibt auch Dunkelheit im Leben, verursacht durch Sorgen, Ängste oder Krankheit. Unfrieden oder Anforderungen, denen ich nicht gewachsen bin. Diese Dunkelheit kann ein ganzes Leben durcheinander bringen und sie lässt sich weder durch Kerzen noch durch helle Scheinwerfer vertreiben.
In der Adventszeit stellen wir besonders viele Kerzen auf und freuen uns an deren Licht. Bei den Kerzen auf dem Adventskranz freuen wir uns aber nicht nur dran, dass sie nacheinander angezündet werden, sondern vielmehr daran, dass ihr Licht unseren Blick auf das Weihnachtsfest hin ausrichtet, auf die zu erwartende Freude am Weihnachtsfest.
Wir feiern an Weihnachten die Geburt von Jesu Christus, dem Sohn Gottes. In Gedanken können wir uns vorstellen, wie Jesus als neu geborenes Kind in einer einfachen Krippe liegt. Das Besondere daran ist, mit diesem Kind ist ein ganz besonderes Licht in die Welt gekommen. Ein Licht, das in unser Leben hinein leuchten und das die dunklen Stellen in uns verschwinden lassen kann.
Die Hirten in der Nähe beobachten die Situation, sind beunruhigt und erahnen noch nicht, welche Bedeutung diese Geburt für alle Menschen haben wird. Ein Engel muss es ihnen erst noch erklären (Lukas 2 V.10). Der Engel sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird. Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, der Herr, in Davids Stadt. Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.“
Jesus ist als Licht in die Welt gekommen und leuchtet auf die Liebe Gottes, des Vaters, hin leuchtet. Wie ein Scheinwerfer zeigt es uns, was Gott an Gutem für uns bereit hält. Über Jesus wird berichtet, dass er bei seinem Wirken auf der Erde von viele Menschen wegen ihrer Sorgen und Krankheiten aufgesucht worden ist. Er hat ihnen geholfen und ist ihr Licht geworden.
Bei einer dieser Gelegenheiten (Johannes Kap. 8 Vers 12) spricht er: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“
Jesus zeigt uns dunklen Stellen in unserem Leben. Er leuchtet alles in uns aus und beseitigt, was uns Sorgen bereitet, alles, was uns von ihm trennt. Er ist uns ein Licht das in unseren Alltag hinein strahlt, er ist jeden Tag bei uns.
An Weihnachten denken wir daran, dass Gott in seiner großen Liebe zu uns seinen Sohn, Jesus Christus, in die Welt gesandt hat, er ist unser Licht. Ihm dürfen wir unser Leben anvertrauen.
