CVJM Denkendorf

Die Chance der Krise

Haben Sie sich schon einmal die befremdliche Frage gestellt, ob schmerzhafte Erlebnisse, Beziehungsbrüche oder weltweite und persönliche Katastrophen nicht das Ende, sondern der Anfang von etwas sein könnten? Was wäre, wenn Krisen kein Ort von Mutlosigkeit, Angst und Depressionen in Ihrem Leben sein müssten, sondern Hoffnung, Zuversicht und Mut auslösen würden? Eine Utopie für Sie? Nicht so für viele Menschen unserer Kirchengeschichte, der ersten Urgemeinde der Bibel oder der kleinen Schar von Menschen, die von Beginn an ihre ganze Hoffnung in einen einzigen Mann gesetzt haben: Jesus Christus.
Mit Andy Kögl werden wir gemeinsam darüber nachdenken, warum unsere Sorgen nicht die vernünftigste Antwort in Krisenzeiten sind und wie man sogar gestärkt aus ihnen hervorgehen kann.

Der Referent: Andy Kögl. Andy arbeitet als Jugendreferent für den CVJM in Dettingen an der Erms. Neben dem Aufbau einer Jugendkirche und einer wilden Konfi-Arbeit arbeitet Andy auch mit mehreren FSJ-lern daran, in seinem Ort mehr Begegnungsräume zu schaffen, in denen Beziehungen zu anderen und Jesus möglich werden. Natürlich spielt auch Social-Media für ihn und in seiner Arbeit eine große Rolle. Seine Freizeit verbringt Andy mit seinem Hund Sam bei Outdoor-Übernachtungen und Foto- und Klettertouren auf der Schwäbischen Alb.

Freitag, 06.Mai 2022, 20 Uhr, CVJM-Vereinshaus

„Sehnsucht nach Sinn!“… weil das Leben kostbar ist

„Woher komme ich?“ „Wozu bin ich hier?“ „Wohin gehe ich?“
Für diese grundlegenden Fragen des Lebens ist im turbulenten Alltag oft wenig Zeit und es gehört auch eine ganze Portion Mut dazu, sie überhaupt zuzulassen. Trotzdem haben gerade die vergangenen, außergewöhnlichen Zeiten bei vielen Menschen eine neue Sehnsucht nach Sinn und Bedeutung des Lebens ausgelöst. Sinn entsteht nicht automatisch, sondern will immer wieder neu gesucht und hinterfragt werden..
Sehnsucht nach Sinn! Ja – weil das Leben kostbar ist.

Die Referentin: Christiane Rösel, Walddorfhäslach Jahrgang 1963, geboren in Cuxhaven, lange Jahre in Marburg gelebt, dort u.a. Referentin und Redakteurin beim Bibellesebund. Seit 2017 Landesreferentin für Erwachsene beim Gemeinschaftsverband -Die Apis-

Freitag, 01.April 2022, 20 Uhr, CVJM-Vereinshaus

U-Turn heute Abend!

What’s uuup✌🏼 wir melden uns Mal wieder, weeeil schon unser erster U-Turn 2022 ansteht!! Siiick!
Wir sind schon total gehyped und freuen uns drauf, Dich am Samstag, 12.02 um 19:30 Uhr im CVJM Denkendorf begrüßen zu dürfen!
Jacqueline Bunz wird uns mit in das Thema OMG – Oh mein Gott! hinein nehmen. Wir sind schon echt neugierig welche Message sie uns damit mitgeben wird! Du auch? Dann komm auf jeden Fall!!

By the way…es gibt keine Zugangsbeschränkungen! Du darfst einfach kommen und dabei sein! Mega cool!
Wichtig ist nur, dass Du deine treue FFP2 Maske dabei hast. Don’t forget!

24. Dezember

Die Geschichte vom König mit den leeren Händen

In einer Gemeinde sollte ein Krippenspiel sein. Wie jedes Jahr am Heiligen Abend. Diesmal hatten junge Leute das Krippenspiel selber geschrieben. Und sie hatten wirklich an alles gedacht. Bei der Generalprobe, bei der angeblich generell alles schief gehen muss, ging tatsächlich allerhand ziemlich schief. Aber was das Schlimmste war: Die drei Könige hatte man schlichtweg vergessen. Aus unerfindlichen Gründen hatte man diese so wichtigen Rollen überhaupt nicht besetzt. Da man sie aber für unentbehrlich hielt, schlug jemand vor, in der Gemeinde rumzufragen, wer spontan bereit wäre, König zu sein. Es müsse ja jetzt kein Text mehr auswendig gelernt werden, es würde genügen, wenn die drei ein Geschenk mitbrächten und das an der Krippe ablegten. Gesagt, getan.

Als am Heiligen Abend schließlich das Krippenspiel begann, und es begann gut, es lief wunderbar, niemand blieb hängen, und wenn doch mal einer ins Stottern kam, war es genau an der richtigen Stelle und hat zur Weihnachtsgeschichte wunderbar gepasst. Und dann die letzte Szene: Auftritt der drei Könige, ungeprobt sozusagen traten sie auf, ganz live, wie es eben ist im Leben.

Der erste König war ein Mann, Mitte vierzig vielleicht. Er hatte eine Krücke dabei, brauchte sie aber offenbar nicht. Alle schauten gespannt und spitzten die Ohren, als er die Krücke vor der Krippe ablegte und sagte: „Ich hatte in diesem Jahr einen Autounfall. Ich lag lange im Krankenhaus. Niemand konnte mir sagen, ob ich je wieder laufen kann. Jeder kleine Fortschritt war für mich ein Geschenk. Diese Zeit hat mein Leben verändert. Ich bin aufmerksamer und dankbarer geworden. Es gibt für mich nichts Kleines und Selbstverständliches mehr, aufstehen am Morgen, sitzen, gehen und stehen, dabei sein, alles ist wunderbar, alles ein Geschenk. Ich lege diese Krücke vor die Krippe als Zeichen für meinen Dank für den, der mich wieder auf die Beine gebracht hat!“

Es war sehr still geworden in der Kirche, als der zweite König nach vorne trat. Der zweite König war eine Königin, Mutter von zwei Kindern. Sie sagte: „Ich schenke dir etwas, was man nicht kaufen und nicht sehen und nicht einpacken kann und was mir heute doch das Wertvollste ist. Ich schenke dir mein Ja, mein Einverständnis zu meinem Leben, wie es geworden ist, so wie du es bis heute geführt hast, auch wenn ich zwischendurch oftmals nicht mehr glauben konnte, dass du wirklich einen Plan für mich hast. Ich schenke dir mein Ja zu meinem Leben und allem, was dazu gehört, meine Schwächen und Stärken, meine Ängste und meine Sehnsucht, die Menschen, die zu mir gehören, mein Ja zu meinem Zweifel auch und zu meinem Glauben. Ich schenke dir mein Ja zu dir, Heiland der Welt!“

Jetzt trat der dritte König vor. Ein junger Mann mit abenteuerlicher Frisur, top gekleidet, gut gestylt, so wie er sich auf jeder Party sehen lassen könnte, und alles hielt den Atem an, als er mit ziemlich lauter Stimme sagte: „Ich bin der König mit den leeren Händen! Ich habe nichts zu bieten. In mir ist nichts als Unruhe und Angst. Ich sehe nur so aus, als ob ich das Leben leben kann, hinter der Fassade ist nichts, kein Selbstvertrauen, kein Sinn, keine Hoffnung. Dafür aber viel Enttäuschung, viel Vergebliches, viele Verletzungen auch. Ich bin der König mit den leeren Händen. Ich zweifle an so ziemlich allem, auch an dir, Kind in der Krippe. Meine Hände sind leer. Aber mein Herz ist voll, voller Sehnsucht nach Vergebung, Versöhnung, Geborgenheit und Liebe. Ich bin hier und halte dir meine leeren Hände hin und bin gespannt, was du für mich bereit hast…“

Tief beeindruckt von diesem unerwarteten Königsauftritt zum guten Schluss stand jetzt eine merkwürdig bedrückende Sprachlosigkeit im Raum.

Bis Josef spontan zur Krippe ging, einen Strohhalm herausnahm, ihn dem jungen König in die leeren Hände gab und sagte: Das Kind in der Krippe ist der Strohhalm, an den du dich klammern kannst!

Weil alle spürten, dass so gesehen alle mehr oder weniger Könige mit leeren Händen waren trotz voller Taschen und Geschenke, konnte man die Betroffenheit mit Händen greifen. Und so kam es, dass am Ende alle Leute in der Kirche nach vorne zur Krippe gingen und sich einen Strohhalm nahmen.

gekürzt – Quelle: https://www.unser-luebeck.de/magazin/quersprung/5299-die-geschichte-vom-koenig-mit-den-leeren-haenden (24.12.2015)