CVJM Denkendorf

19. Dezember


Jesus, der Heiland der Welt!

Jedes Jahr werden weltweit rund 132.625.000 Kinder geboren. Auch wenn gewiss jedes einzelne davon ein Wunder Gottes ist, erinnern wir uns als Christen im Advent und an Weihnachten ausschließlich an die Geburt eines Kindes. An ein Kind, dass vor rund 2.000 Jahren geboren wurde. Warum eigentlich? Was macht dieses eine Kind so besonders?

Weil auf Jesus die göttliche Zusage liegt: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. (Lk 2,10+11)

1. Fürchtet euch nicht!
Das ist die Ermutigung: Gott ist bei euch, auch in unsicheren Zeiten, in Zeiten der Angst.
2. Ich verkündige euch große Freude
Das ist die Bestätigung: Gott macht alles neu, es bricht eine neue Zeit an.
3. Die allem Volk widerfahren wird
Das ist der Auftrag: Gott will, dass jeder die frohe Botschaft hört.
4. Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus
Das ist die Gewissheit und der Anspruch: Jesus, das Kind in der Krippe, ist der langerwartete Messias, derjenige der die Menschheit von ihrer Schuld erlösen wird.

Gott greift in die Weltgeschichte ein. Jesus lebte, starb und ist auferstanden. Wir leben als Christen seither in einem ständigen Advent. Wir leben in der Erwartung, dass er wiederkommt, so wie Jesus es in der Offenbarung im Schlusskapitel sagte: Ja, ich komme bald. Und der Apostel Johannes darauf antwortete: Amen, ja , komm, Herr Jesus! Gott bei uns und wir bei Gott! Heilig – Herrlich – Ewig!

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit; es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Rat.“ (EG 1)

Dass das doch nicht nur an Weihnachten gilt, sondern tatsächlich zur lebenslänglichen Wirklichkeit in jedem Einzelnen von uns wird. Jesus kommt in eine kranke Welt. Sie braucht ihn mehr als je zuvor. Er will, kann und darf uns nahe sein: Jesus, der Heiland der Welt!

18. Dezember


Verzicht

Beim diesjährigen Weihnachtsfest müssen wir Verzicht üben. So manche Familientradition wird gebrochen. Menschen, die sich vielleicht schon seit Jahrzehnten treffen, können dies in 2020 nicht im gewohnten Stil. Sofern Weihnachtsgottesdienste überhaupt stattfinden können, dürfen die lieb gewordenen Weihnachtslieder nicht gesungen werden. Wer gerne in der Adventszeit durch einen Weihnachtsmarkt schlendert oder mit Freunden einen gemütlichen Abend verbringt, muss dieses Jahr darauf verzichten. Der Besuch von einem Theater, dem Zirkus oder einem Restaurant und viele weitere Orte an denen wir so gerne einkehren und verweilen, all diese Einrichtungen sind geschlossen. Bestimmt gibt es auch manche, die das Bunte Feuerwerk an Neujahr vermissen werden. Diese Liste auf Verzicht an Konsum ließe sich mühelos erweitern, den wir mittlerweile als selbstverständlich in unsere Lebensgewohnheiten aufgenommen haben.

Doch dieser Verzicht, selbst wenn er angeordnet ist, hat auch gute Eigenschaften. Er durchbricht Gewohnheiten. Er gibt Denkanstöße. Er schafft einen freien Terminkalender. Und er schenkt Raum für ein besinnliches Weihnachtsfest.

Jesus selbst wurde Mensch und zeigte durch sein Leben, dass durch Verzicht alles möglich ist. Er regierte nicht aus einem Palast, umgeben von Reichtümern und Dienern. Er ging mit seinen Gefolgsleuten umher ohne festen Wohnsitz. Er wurde versorgt von Menschen vor Ort, predigte Umkehr und wurde sogar oftmals vertrieben. Sein ganzes Leben lang fügte er sich Gottes Plan. Jesus kam als Menschensohn, wie er sich selbst nannte. Der Sohn Gottes, ein Sohn aller Menschen. Darauf müssen wir nicht verzichten, das hat er uns bereits geschenkt.

Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. (Lukas 19,10)

Club

Am Wochenende sind die Club-Mitarbeiter ausgeströmt, um unseren Freunden vom Club das Weihnachtsgeschenk zu übergeben.

Mit dem nötigen Abstand  an der Haustür gab es viele freudige Wiedersehen nach fast 10 Monaten,  in denen wir uns nicht treffen konnten !

Und natürlich die Freude über ein schönes Päckchen mit Nikolaus und Dobble – Spiel! Da können die Feiertage kommen … Wir danken der Firma Asmodee, die unser diesjähriges Weihnachtsgeschenk für unsere Clubser so großzügig gesponsert hat.

17. Dezember



Wenn ich jetzt auf dem Rathausplatz steh‘
und mir die Bilder recht beseh‘.
Da wird mir klar was einst geschah
und Gott kommt mir im Geist ganz nah.

So oder so ähnlich mag es ihnen/euch auch gehen, wenn sie sich aufmachen, um eine Begegnung an der Krippe zu suchen und interessante Entdeckungen zu machen. Was mir beim Anschauen auffällt möchte ich gerne erzählen.

Es gibt eine Perspektive, die die ganze Geschichte auf den Kopf stellt. Da sehe ich die Hirten aus der Denkendorfer Bank heraustreten. Die Könige kommen vom Kloster herüber oder haben sich eben in der BABA Lounge nach der Geburt des neugeborenen Königskindes erkundigt? Solche Begegnungen hatte ich an der Krippe. Auf welche Gedanken kommst du/kommen Sie, wenn du/Sie dort unter dem großen Tannenbaum stehst/stehen.

Und dann höre ich die laute Stimme des Engels, der den Hirten und uns zuruft: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr…“ Lukas 2, 11
Diesem Engel, dem Boten Gottes, möchte ich es gleich tun und allen sagen: EUCH IST HEUTE DER HEILAND GEBOREN!
Egal wo du her kommst oder wo du hingehst: „Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen“. Titus 2, 11

Gesegnete Begegnungen an der Krippe

16. Dezember


Eine ganz eigenartige Advents -und Weihnachtszeit erleben wir in diesem Jahr: Der Schatten der Corona- Pandemie liegt über uns allen wie ein Damokles – Schwert.

Doch immer wieder erlebe ich staunend, wie Gott mich tröstet – wie zum Beispiel neulich durch Worte aus dem 8. Kapitel des Römerbriefs aus der Bibel: „Ich bin aber davon überzeugt, dass unsere jetzigen Leiden bedeutungslos sind im Vergleich zu der Herrlichkeit, die er uns später schenken wird. Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf jenen Tag, an dem Gott offenbar machen wird, wer wirklich zu seinen Kindern gehört.“
(Übersetzung: Neues Leben. Die Bibel)

Gehören wir schon zu seinen Kindern?

Wir alle sind eingeladen von Herzen einzustimmen in den fünften Vers des bekannten Adventsliedes „Macht hoch die Tür…“. Gedichtet in der schweren Zeit des 30 jährigen Krieges.

Komm, o mein Heiland Jesu Christ,
meins Herzens Tür dir offen ist.
Ach zieh mit deiner Gnade ein;
dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heilger Geist uns führ und leit
den Weg zur ewgen Seligkeit.
Dem Namen dein, o Herr,
sei ewig Preis und Ehr.

Text: Georg Weissel (1623) 1642
Melodie: Halle 1704

15. Dezember



Schön, die Krippe hier auf dem Rathausplatz! Aber eigentlich ganz schön ärmlich, primitiv, kalt, unsicher… So wohnte Jesus, der Gottessohn, am Beginn seines Erdenlebens. Und wo wohnt Gott heute?

Ich las kürzlich: „Ich, der Erhabene, der ewige und heilige Gott wohne in der Höhe und im Heiligtum. Doch ich wohne auch bei denen, die traurig und bedrückt sind. Ich gebe ihnen neuen Mut und neue Hoffnung.“Jesaja 57,15 nach Hoffnung für alle – Die Bibel

Gott wohnt also bei Menschen, denen es nicht gut geht. Die gibt’s auch bei uns hier. Und nicht nur wegen Corona, es gibt noch viele andere Gründe…

Gott sieht also meine Probleme. Er will zu mir kommen und mir beistehen. Wenn das so einfach wäre… Gott erwartet in der Tat auch etwas von mir: Ich muss runter von meinem hohen Ross und zugeben, dass ich nicht alles im Griff habe. Ich muss Vertrauen investieren. Das ist aber gar nicht so einfach. Jedoch es lohnt sich. Er lenkt meinen Blick auf das, was gut ist, wofür ich dankbar sein kann…
Er gebraucht Menschen, die mir gut tun… Ich bekomme neuen Mut, neue Kraft, erfahre Geborgenheit… Und er gebraucht mich, um anderen Gutes zu tun…

Das ist für mich Advent, der länger dauert als die Adventszeit: Ich erwarte, dass Gott zu mir kommt. In mein Unvermögen, meine Unsicherheit, Angst… Ich vertraue darauf, dass er handelt. Ich freue mich, dass ich sein „Handlanger“ sein darf.

Gott wohnt bei denen, die IHM alles zutrauen.

14. Dezember


Ausgerechnet Bethlehem

Jesu Geburt fand in Bethlehem statt: Weniger als 1000 Einwohner, in hügeliger Landschaft, neun Kilometer südlich von Jerusalem gelegen, ein unbedeutendes Dorf.

In der Bibel wurde schon vor langer Zeit darauf hingewiesen. Gott sagt: „Aber du, Betlehem-Efrata, bist zwar klein unter den Sippen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll. Seine Ursprünge liegen in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen.“Micha 5,1 nach der Einheitsübersetzung – Die Bibel

In diesem kleinen Dorf kommt Jesus, der Sohn Gottes zur Welt, nicht in einem Palast, sondern in einem Unterschlupf für Tiere. Ist das nicht erstaunlich, dass Gott ausgerechnet im kleinen Bethlehem seinen Sohn zur Welt kommen ließ.

Wie wären die Hirten wohl im Palast empfangen worden, nachdem ihnen die Engel erschienen waren. Sicher wären sie gar nicht erst vorgelassen worden. Im Stall in Bethlehem standen die Türen offen für alle Menschen: Hirten, Gelehrte, alle, die sich einladen ließen.

Bei einem Besuch 2010 in Bethlehem sagte eine Einwohnerin zu mir: „Weißt du, warum Jesus in Bethlehem zur Welt kam? – Weil wir hier immer alles weitererzählen!“

Auch heute, 2020, sind wir zu Jesus eingeladen. Die Tür ist offen. Lasst uns losgehen und Gottes Sohn begegnen.Und lasst uns weitererzählen, was wir mit IHM erleben.

13. Dezember


In der Adventszeit beginnen wir vermehrt Kerzen anzuzünden und Lichter anzumachen. Aber anstatt in dessen Schein zu relaxen, die Gedanken schweifen zu lassen, zu entspannen und zur Ruhe zu kommen, setzen wir uns immer weiter unter Leistungsdruck: Was müssen wir bis Weihnachten noch alles erledigen? Wieviel muss gebacken werden? Welche Geschenke müssen noch besorgt werden und welche Corona Regeln werden an Weihnachten überhaupt herrschen?

Wir hetzten durch die Gegend und fragen uns, wie wir das alles bewältigt bekommen und uns gleichzeitig auf Weihnachten innerlich einstimmen können.

Vielleicht, indem wir uns auf dieses Licht einmal einlassen. Dieser Schein des Lichtes will uns zeigen, dass wir uns mehr mit unserem Herzen als mit unserem Geldbeutel beschäftigen sollten und uns auf die Menschen einlassen, die uns Nahe stehen, gerade in dieser schwierigen Zeit. Vielleicht ist ein kleiner Besuch oder ein lieber Brief für den wir uns Zeit nehmen, mehr wert, als ein teures Geschenk oder eine schnelle Nachricht per Smartphone.

„Mache dich auf, werde Licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! (Jesaja 60,1)

12. Dezember


Harre auf den HERRN! Sei stark, und dein Herz fasse Mut, und harre auf den HERRN!“ – Psalm 27, 14

Die Adventszeit ist eine Zeit des Wartens, das hören wir jedes Jahr aufs Neue wieder. Aber dieses Jahr fühlt es sich so an als wäre es noch echter als sonst. Wegen Corona warten wir schon das ganze Jahr über auf vieles. Wir warten auf eventuelle Testergebnisse, darauf das Restaurants und Läden wieder öffnen und wir warten darauf, dass diese ganze Pandemie endlich ein Ende findet. Dieses Warten kann uns ganz schön stressen und ausgelaugt machen. Wir wünschen uns, dass die Dinge einfach wieder wie zuvor laufen. Wir wollen Weihnachten gemeinsam mit unseren Liebsten feiern und uns nicht auf eine Personenanzahl beschränken müssen. Aber da genau das dieses Jahr nicht möglich ist kann ich mir vorstellen, dass viele frustriert und traurig oder vielleicht sogar einsam sind. Vielleicht macht es uns auch wütend. Auf jeden Fall ist unser Herz sehr betroffen davon, was uns mut- und kraftlos zurücklässt. Was bleibt denn da noch?

In all dieser Warterei bleibt eines sicher und beständig: die Bedeutung von Weihnachten! Wir bereiten uns auf das Kommen des Messias vor. Jesus Christus, der vor 2000 Jahren auf diese Welt kam, als Mensch und Gott zugleich um sein Leben für uns zu geben! An Weihnachten erinnern wir uns an diese Hoffnung auf einen Retter. Und nicht nur in der Vergangenheit, wir dürfen auch darauf hoffen, dass er wiederkommt. Das ist unsere Hoffnung und die kann uns selbst Corona nicht nehmen! Deshalb wollte ich den oben genannten Vers teilen. Er hilft uns, unseren Blick auf Gott zu fixieren, egal in welcher Lebenslage. Er hilft unserem Herz neuen Mut zu fassen und mit neuer Hoffnung in die Zukunft zu blicken. Ich hoffe er ermutigt Sie ebenfalls in dieser Adventszeit!

11. Dezember


Infektionsschutz

Weihnachten ist hochaktuell. Ein Infektionsschutz mitten in der Corona-Krise. Weihnachten schützt nicht vor dem Virus selbst. Aber es schützt vor falschen Meinungen, die um sich greifen.

Eine der großen Fragen lautet gerade: Wen müssen wir schützen? Wer ist wichtig? Und was ist es uns wert, Menschen vor Gefahr zu schützen? Schwierige Fragen! Manchmal bekommen Diskussionen zu Corona-Maßnahmen einen bedenklichen Zungenschlag. Etwa wenn es heißt, an Corona stürben doch “nur” Ältere. Oder “nur” Menschen mit Vorerkrankungen. Was soll das heißen? Ist es nicht so schlimm, wenn “nur” diese Menschen sterben? Ist ihr Leben weniger wichtig, weniger wertvoll als das der anderen? Es ist erschreckend, wie schnell solche Gedanken um sich greifen. Offenbar besteht auch hier Ansteckungsgefahr.

Die Weihnachtsgeschichte könnte ein Gegenmittel sein. Ein Impfstoff sozusagen. Das Kind in der Krippe ist Gottes Botschaft an uns: “Ihr seid mir wichtig. Jeder Mensch ist mir wichtig. So wichtig, dass ich selbst Mensch geworden bin.” Ein Liedvers von Siegfried Goes bringt es auf den Punkt:

In unser armes Leben,
das wir so oft veracht’,
hast du dich ganz gegeben
und hast es wert gemacht.

Das menschliche Leben, jedes menschliche Leben ist wichtig. Wenn Gott unser armes Leben auf sich genommen hat, dürfen wir es nicht verachten. Unser eigenes nicht und auch das der anderen nicht. Wer sich mit Gottes Liebe zu den Menschen impfen lässt, wird immun gegen menschenverachtende Gedanken.

Willkommen beim CVJM Denkendorf