21. Dezember


Gott war’s kalt.

Die Worte der Weihnachtsgeschichte klingen vertraut. Ich habe sie schon viele Male gehört und vielleicht ist das der Grund, warum ich ein kleines Detail bisher immer überlesen hatte.

Maria brachte ihren ersten Sohn zur Welt. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe. Lukas 2,7

Haben sie sich schonmal gefragt, warum das „in Windeln wickeln“ so betont wird? Ist das nicht irgendwie selbstverständlich? Übrigens sind mit „Windeln“ hier keine Pampers gemeint. Vielmehr hat Maria ihr Frischgeborenes so warm wie möglich in Stoff eingewickelt, denn es war sicher kalt in Bethlehem. Aber dieses kleine Detail der Geschichte macht doch deutlich, um was es an Weihnachten geht:

Gott wird Mensch!

Und er wird Mensch mit allen Konsequenzen. Frieren war dabei eins der kleineren Übel! Jesus lernte in seinem Leben alle Facetten des Menschseins kennen. Freude, Angst und Trauer, Freundschaft und Verrat, das Feiern, das Hungern und das Leiden, Schmerzen, Einsamkeit und das Sterben.

Vielleicht fragen sie sich, warum Gott diesen Weg wählte, der seinen Anfang hier im Stall nahm? Er ging diesen Weg für uns Menschen, für Sie und für mich. Durch Jesus kommt Gott uns nahe. Gott ist mit uns. Wir können ihn persönlich kennenlernen. Jesus sagte seinen Jüngern einmal (Joh. 12,45): „Wer mich sieht, der sieht den Vater.“ Die Menschwerdung Gottes war also nie eine Machtdemonstration, sondern immer ein Zeichen seiner grenzenlosen Liebe zu uns. Deshalb wählte Gott den Weg eines wehrlosen Kindes, frierend und in Windeln gewickelt.

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